Vancouver 2010 in deinem Wohnzimmer

Vancouver 2010 in deinem Wohnzimmer

16. Februar 2010 - 12:29 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Seit dem 12. Februar finden die Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver statt. Da es mir aber zu langweilig ist nur vorm Fernseher zu sitzen und untätig zu zugucken, hab ich mir die Xbox 360 geschnappt und mal selber eine Abfahrt gewagt. Ob ich mir Hoffnungen auf Gold machen darf?

Verschiedene Disziplinen
Zur Auswahl stehen acht Sportarten mit 14 Disziplinen, wie zum Beispiel Snowboarden oder Zweierbob. Ihr könnt im Menü auswählen, ob ihr erst mal ein Training machen wollt oder gleich euren Träumen von einer Goldmedaille hinterherjagen wollt. Falls euch das zu langweilig wird, könnt ihr euch noch den Herausforderungen stellen bei denen ihr in bestimmten Disziplinen eine vorgegebene Punktzahl erreichen müsst.

Mit Freunden oder online gegen andere!
Weil alleine spielen doof ist, könnt ihr bei Vancouver 2010 auch gleich noch 3 Freunde dazu einladen. Entweder ihr trefft euch gemütlich aufm Sofa und gebt euer bestes oder trefft euch online zum Zocken. Leider werdet ihr dabei immer nur vorgefertigte anonyme Athleten als Avatare bekommen. Es gibt keine Individualisierungsmöglichkeiten eures Spielers, was ich sehr schade finde, besonders im Onlinemodus.

Die Steuerung
Die Steuerung ist sehr eingängig und wiederholt sich bei den verschiedenen Sportarten, verspricht aber auf die Dauer langweilig zu werden. Zum Beispiel steuert sich Skeleton, der Zweierbob und das Rennrodeln so gut wie identisch. Was uns gleich zum nächsten Problem bringt. Die zur Verfügung stehenden Sportarten sind leider nicht so umfassend wie erhofft. Es fehlen beispielsweise Disziplinen wie der Biathlon, Curling oder der Eiskunstlauf.

Realistischer Eindruck!
Die Grafik des Games weiß jedoch zu überzeugen. Die Animationen wirken sehr realistisch und die Bilder wirken sehr scharf. Was ich besonders gut finde ist, dass man je schneller man fährt auch die Umgebung immer schemenhafter wahrnimmt oder wenn man sehr schnell die Richtung ändert. Dieser Umstand verstärkt den realistischen Eindruck noch mal.

Fazit
Letztendlich hat mir das Spiel mit seiner intuitiven Steuerung von Anfang an Spaß gemacht. Leider bietet die Auswahl der Sportarten keine große Variation und lassen die Steuerung schnell monoton wirken. Auch hätte ich meinen Athleten gerne individualisiert, was allerdings nicht möglich ist. Der anfängliche Spaß lässt dann schnell nach. Ebenfalls ist die Atmosphäre des Games nicht überzeugend, ein richtiges Olympia-Feeling ist bei mir nicht aufgekommen. Einzig die Grafik des Games ist ein wirkliches Highlight.