Bioshock 2

Bioshock 2

24. Mai 2010 - 13:55 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wie versprochen, hier auch mein Review zu Bioshock 2. Ich werde hier kurz meine Eindrücke zum Ausdruck bringen und das könnte etwas Spoilern, also nicht lesen wenn ihr noch vorhabt das Spiel zu spielen. Es wird wohlgemerkt um den Singleplayer Modus gehen ;)

Storytechnisch ist Bioshock eine gelungene Erweiterung zum 1. Teil. Auch ohne Ryan und Fontaine bleibt die Geschichte spannend. Beide tauchen noch am Rande auf, können nach ihrem Tod aber logischer Weise nicht mehr wirklich anwesend sein. Mir gefiel im Zusammenhang mit Fontaine, das man einen kurzen Aufenthalt in seinem Büro hat und ein Tape findet das auf den ersten Teil anspielt “…’Auf wiedersehen Fontaine’ und ‘Hallo Atlas!’…” Auch Tenenbaum hat einen kurzen und meiner Meinung nach recht sinnfreien Auftritt, denn im Verlauf des Spiels taucht sie einfach nicht wieder auf.

Es gibt auch das eine oder andere neue sympathische und unsympathische Gesicht. Zum Beispiel Sinclair, der neue Mann im Ohr. Sympathisch, wenn auch ein wenig skrupellos, aber immerhin kein Verräter wie Atlas :P Dann noch Stanley, der aussieht als könne er keiner Fliege etwas zu Leide tun, aber eigentlich ziemlich böse ist. Ich habe ihn verdienter Weise sterben lassen (Das klingt aber hart Oo – Ich bin nicht wirklich so böse und skrupellos). Die interessante Grace, die die einzige Schwarze in ganz Rapture zu sein scheint, habe ich am Leben gelassen und es zahlte sich aus, denn die half an der einen oder anderen Stelle. Der wohl unsympathischste Charakter des Spiels war wohl Sophia Lamp, aber so gehört es sich ja für einen Rivalen.


Auch bei den Gegnern hat sich in Bioshock etwas getan. Am wichtigsten sind natürlich die Big Sisters. Die ehemaligen Little Sisters in einem Big Daddy ähnlichem Anzug und einem Überschuss an EVE. Bei den Splicern gibt es einen Neuling, den “Brute Splicer” ein gigantischer Kraftprotz, der es mit bloßen Händen mit einem Big Daddy aufnehmen kann. Im Art Book gab es noch den einen oder anderen neuen Splicer, der im Spiel wohl leider gestrichen wurde. Beispielsweis einen Clown Splicer oder ein dermaßen von ADAM gebeutelten Splicer, das man ihm kaum mehr ansieht das er einmal ein Mensch war.

Wie schon Bioshock 1 bietet auch der 2. Teil grandiose Kulissen. Zwei Bereiche haben mir besonders gut gefallen. Zunächst wäre da der Bereich in “Ryan Amusements”, in dem Familien und vor allem Kindern erklärt wird, was an Rapture soviel besser ist als an der Oberfläche. Meine zweite Lieblingsstelle ist die, in der man durch die Augen einer Little Sister sieht. Über all Kissen, Decken, Vorhänge und gepolsterte Türen. Splicer sehen durch ihre Augen so aus wie sie wohl vor ihrem genmodifiziertem Dasein aussahen und Leichen voll mit Adam sehen wirklich aus wie schlafende Engel.

Obwohl die Spieldauer laut Gamestar nur 3 Stunden weniger beträgt als im ersten Teil, nämlich 12 statt 15, kam mir das Spiel wesentlich kürzer vor. Ein Freund empfand das genau so. Die wichtigste spieltechnische Änderung ist, dass man Plasmide und Waffen gleichzeitig nutzen kann, weil beides auf jeweils einer Hand liegt. Das macht die Steuerung etwas schwieriger, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Alles in allem halte ich Bioshock 2 für eine gelungene Fortsetzung und wer Bioshock mochte, dem wird auch der zweite Teil gefallen.

 

Hat jemand von Euch schon Gelgenheit gehabt das Spiel anzu- oder durchzuspielen? Wie findet/fandet Ihr es?