GamerGirls im Interview: Q

GamerGirls im Interview: Q

30. Mai 2010 - 03:20 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wo Ihr nun einen Tag lang Ruhe hattet, gibt es heute für Euch das zweite Interview der Reihe „GamerGirls im Interview“. Heute teilt die 23 Jahre junge Q ihre Erfahrungen zum Thema Gaming mit uns. Wer mehr von Q lesen will bekommt auf The Brainbar immer guten Input.

Dann stell dich doch bitte kurz vor!
Hey Ho, ich bin Q, bald 23 Jahre alt und blogge seit 2007 unter The Brainbar über Geek-Stuff, Filme und alles, was mir sonst so in den Kopf kommt. Ich komme ursprünglich aus der Umgebung von Münster und bin vor… 2 1/2 Jahren nach Leipzig gezogen.

 

Wie lange spielst du schon? Er innerst du dich an dein erstes Spiel?
Meine ersten Spiele waren Day Of The Tentacle und Indiana Jones II. Ach ja, und Monkey Island natürlich. Hm, wie alt war ich denn da… Wann sind die noch gleich rausgekommen? ;)

 

Gibt es ein spezielles Ereignis, das dich zum Zocken brachte?
Ich denke nicht. Für Computer habe ich mich schon immer interessiert und einige Freundinnen hatte ich sicherlich besonders gern, weil sie eine Nintendo Konsole besaßen. Auf die oben genanngen Spiele hat mich meine Mutter gebracht.

 

Auf welchen Systemen spielst du?
Da ich gerade nur die N64, den Gamecube und mein Netbook in Leipzig habe bin ich System-technisch etwas beschränkt. Wenn ich Freunde besuche kanns gern auch mal die Wii, die PS3 oder die X-Box sein. Ich bin da flexibel.

 

Was spielst du im  Moment/Was hast du zuletzt gespielt?
Im Moment spiele ich wieder mal Zelda, Metroid und online Flash Games (Ninja Ropes und Robot Unicorn Destroy).

 

Welche Spiele / Serien haben es dir besonders angetan?
GTA und Metroid. Und einige der Star Trek Spiele sind gar nicht sooo schlecht. ^^

 

Wie oft zockst du? Wöchentlich? Täglich? Nur ab und zu?
Ich zocke nur ab und zu. Nicht aus Desinteresse, sondern viel eher aus Selbstschutz. Ich bin extrem Suchtanfällig was sowas angeht und darum gönne ich mir ein Spiel ganz bewusst und in klaren Grenzen, z.B. Semesterferien. ;)

 

Wurdest du in deinem Umfeld, wegen deines Hobbys, schon einmal schief angeguckt?
Sicher, wenn man Schule und Uni auch zum generellen Umfeld rechnen will. Die Leute, mit denen ich mich freiwillig umgebe, sind da natürlich anders. Aber klar, auch auf Partys kamen schon komische Kommentare.

 

Zum Beispiel?
Generell kommt da gerne mal die „Du hast aufgrund deiner Geschlechtsorgane ja schon mal gar keine Ahnung!“ Attitüde zum Tragen. Oder  die „Hm, ist doch irgendwie krank, Leute erschießen zu wollen, auch wenns nur in Spielen ist.“ Sache.

 

Glaubst du Frauen werden beim Zocken genau so akzeptiert wie Männer?
Ist sicher ein komplexes Thema. Langsam ist ja in der Bevölkerung angekommen, dass auch Frauen gerne zocken. Blöderweise artet das von Seiten der Industrie dann meist in rosa Herzchen-Spiele aus, bei denen es darum geht sich einzukleiden oder irgendwen zu daten. Dass man als Frau auch mal jemandem die Rübe wegballern will  und in Spielen auch gerne mal weibliche Hauptcharaktere hätte, die glaubhaft und jenseits von Playboy Klischees gestaltet sind, ist da noch nicht so ganz angekommen. Bei den Gamern an sich sieht das anders aus. Da ist man meiner Erfahrung nach eigentlich immer gern gesehen.

 

Kannst du unsern Leserinnen verraten wie sie am besten reagieren sollen, wenn jemand sie wegen ihres Hobbys kritisch beäugt?
Einfach selbstbewusst bleiben. Es gibt keinen Grund für diese Art von Kritik. Und sich in Wortgefechte zu stürzen hilft meist nicht, sondern macht einen selbst nur sauer. Bei dummen Vorurteilen gilt: einfach drüber stehen.

 

Gibt es irgendwas, das du in der Gamerszene änden würdest, wenn du könntest?
Vor 2 Jahren hätte ich das noch mit einem fetten Ja beantwortet. Mittlerweile bin ich allerdings ganz zufrieden, denn die Wii Leute (mal wieder Nintendo YES!) haben als erste kapiert, dass man zockende Frauen nicht nur beim Mario Kart Rocken, sondern auch beim Resident Evil Spielen zeigen kann. Die Gamer Szene, an sich also die zockende Basis quasi, war meiner Erfahrung nach immer schon voll in Ordnung.
Und bei Game One fallen ja auch kaum noch „Freundin“ Kommentare ;)

 

Was denkst du, wenn du das Wort „Killerspiele“ hörst?
Alle abknallen die Idioten! Ne, mal im Ernst: ich denke an Hexenjagd und Bücherverbrennung. Klar, es gibt sicherlich Underground-Games die zu weit gehen und gegen die man auch was tun sollte. Aber der Begriff Killerspiele ist ja schon an sich überhaupt keine korrekte Bezeichnung für das, was die Damen und Herren in Grau darunter verstehen.
Das ist die Angst vor dem Neuen, mehr nicht.

 

Kannst du eine gute Spieleverfilmung nennen?
Im Gegensatz zu den meisten (wer auch immer das sein mag ^^) mochte ich Silent Hill sehr. Kam atmosphärisch und auch vom visuellen Feeling sehr gut an die Vorlage heran. Gut, die Story hatte hier und da ihre Schwächen, aber für eine Spieleverfilmung war der echt klasse.

Dann bedanke ich mich hier mir recht herzlich :)
Ach, KDFDK! Und vielen Dank auch von meiner Seite für das Interview!