Durchgezockt: GTA IV

Durchgezockt: GTA IV

4. Juni 2010 - 10:15 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Der serbische Kriegsveteran Niko kommt in guter Hoffnung nach Amerika. Briefe und Emails seines Cousin Roman versprachen, dass er in Amerika das Paradies finde. Einmal in Liberty City (das verdächtig an New York erinnert) angekommen, entpuppt sich der bisher geträumte Traum als Albtraum…

… denn Nikos Cousin ist ein Meister der ܜbertreibung. Nichts von all den Erzählungen ist wirklich war. Kein Luxusleben, keine heißen Frauen die alles tun was man verlangt und auch kein Geld im Überfluss. Damit nicht genug, Roman hat einen gigantischen Haufen Schulden und seine Spielsucht mindert diese nicht. Niko sieht sich gezwungen seinem Cousin und sich zu helfen und beginnt nahezu alles zu tun, um an Geld zu kommen.

Obwohl Niko alles andere als ein Sauberman ist und eher dem Bild eines wahren Anti-Helden entspricht, wünscht man ihm und seinem Cousin möglichst schnell an Geld zu kommen und glücklich zu werden.

Auch die anderen Figuren in GTA sind keinesfalls oberflächlich und man entwickelt schnell etwaige Zu- oder Abneigung.

 

Abneigung hatte ich zuerst auch gegen die Steuerung beim Autofahren, aber nach ein bisschen Übung gelang es dann doch nicht bei jeder Kurve einen Unfall zu bauen oder die Polizei zu verärgern. :D

Hat man dann irgendwann die Kontrolle über das Auto das man steuert gewonnen und kann auf graden Strecken Vollgaß geben, entdeckt man das erste optische Makel an der sonst so coolen Stadt. Bei vollem Tempo brauchen die Texturen ziemlich lange um hinterher zu kommen. Ich spreche hier wohlgemerkt von der PC Version.

Ansonsten ist die Spielwelt in GTA 4 wohl die beeindruckendste die ich bisher sah. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist grundsätzlich flieߟend und auch Wettereffekte tragen dazu bei die Stadt lebendig wirken zu lassen. Es gibt arme Viertel, reiche Viertel, triste und bunte. Und trotz des ganzen Drecks, schafft es Liberty City doch sympathisch zu wirken.

 

Die Detailverliebtheit des Spiels ist überwältigend. Sei es das altbekannte Verstellen des Radiosenders im Auto, das bloße Fernsehschauen oder der Besuch im Strip Club. Es gibt so viele Details, dass dieser Bericht fast ein Buch füllen könnte.
Ich persönlich finde es schade, dass es wieder keine deutsche Synchronisation gibt (ja ja, das Original ist eh immer besser bla). Ich kann aber mit dem deutschen Untertitel leben.

Es galt so manche schwere Entscheidung zu treffen, was mich oft an den Rand eines Nervenzusammenbruchs trieb. Einige Entscheidungen beeinträchtigen den weiteren Verlauf des Spiels auf immense Art und Weiße.

 

 

Das einzige, was mich an GTA 4 so richtig genervt hat, war, dass ich wenn eine Mission gescheitert war und die Anfrage „Erneut versuchen?“ mit ja beantwortete, nicht nur die Misson wiederholen musste, sondern oft auch den ewig langen Weg zur Mission erneut zurücklegen musste. Und wenn ich sage „so richtig genervt“, dann meine ich das ich nach fünfmaligem Wiederholen einen echten Wutausbruch hatte und das Spiel für ein paar Stunden beenden musste. Das hat mich so fuchsig gemacht, dass ich verdammt viel Geld für Taxen ausgeben musste, um die Fahrt überspringen zu können. Aber darüber habe ich mich hier ja schon mal so richtig ausge…heult.
Fazit

Grand Theft Auto 4  ist ein kurzweiliges Spiel mit aber insgesamt langer Spielzeit. Es hat mir unglaublichen Spaß bereitet mich aber manchmal auch fast wahnsinnig gemacht.