Games zu wenig auf Frauen abgestimmt?

Games zu wenig auf Frauen abgestimmt?

6. Juli 2010 - 16:26 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Ich frage mich welche Versuchspersonen bei dieser aktuellen Studie an der Universität Gent mitgemacht haben, dass man zu diesem schwachsinnigen Ergebnis kommt? Hierzu habe ich mal für euch einen kleinen Ausschnitt aus dem Pressetext über ,,Games zu wenig auf Frauen abgestimmt“ entnommen: ,,Sichtbar wurde, dass Frauen logische Spiele mit klaren Regeln und bewältigbaren Aufgaben bevorzugen. Die Tastenbelegung muss verständlich geordnet und leicht zu bedienen sein, während komplizierte Kombinationen abschrecken.“ Mit dieser Aussage werden alle Spielerinnen in eine Schublade gepackt und weder Sumi noch ich :) können das so hinnehmen… und was denkt ihr darüber?

Pressetext: ,,Frauen spielen acht Wochenstunden, Männer hingegen 17, so eines der Ergebnisse. „Der Grund ist, dass Spiele weiterhin als männertypisch gelten und von der Industrie für Männer gestaltet werden“, erklärt Studienleiterin Lotte Vermeulen diese Unterschiede.

Video- und Computergames sind längst keine Männerdomäne mehr. „40 Prozent der Käufer von Spielen für alle gängigen Plattformen sind Frauen, bei den Spielenutzern sind es 30 Prozent“, so die Auskunft des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) http://www.biu-online.de auf pressetext-Anfrage. Bei mobilen Spielekonsolen sei sogar die Mehrheit der Käufer weiblich. Ein Grund dafür könnte sein, dass Frauen oft für Haushaltsfinanzen zuständig sind und für ihre Kinder die Spielesoftware einkaufen.“

Sumi: ,,Ich finde, das meiste ist totaler Schwachsinn. Spieleentwickler machen natürlich nur selten Spiele, die speziell auf Frauen abgerichtet sind, aber wer denkt denn bitte ,,Komm, wir machen jetzt ein Spiel nur für Männer!“ natürlich auch niemand. Wenn Spielentwickler versuchen ein Spiel speziell für Frauen zu machen, kommt meistens eh nur ein ödes Casualgame dabei raus. Wenn den Frauen im Test die Spiele nicht gefallen, dann liegt das nicht an den Spielen, sondern an den Frauen.
Im Text steht „Frauen spielen gerne Computer- und Videogames, doch sind diese nicht auf ihre Interessen abgestimmt.“ Meiner Meinung nach gilt das nur für Casualgamerinnen und selbst für die gibt es genug bunte und lustige Spiele.

Pressetext: ,,Sichtbar wurde, dass Frauen logische Spiele mit klaren Regeln und bewältigbaren Aufgaben bevorzugen. Die Tastenbelegung muss verständlich geordnet und leicht zu bedienen sein, während komplizierte Kombinationen abschrecken. Es nervt Frauen, wenn sie lange Zeit damit verbringen müssen, den Clou des Spiels herauszufinden. Sie wollen stets weiterkommen und geben schneller auf, wenn es zu kompliziert wird. Optimal sind kurze und einfache Spiele, wie etwa Gelegenheits- oder Gesellschaftsspiele.“

Sumi: ,,Der zweite Abschnitt ist dann einfach nur noch lächerlich. Wenn ich ein Spiel sofort schaffe und nie Probleme habe, fühle ich mich veräppelt… Ein bisschen Anspruch muss schon sein, sonst lass ich es gleich bleiben.“

Pressetext: ,,Die Auffassung, dass Frauen durch zuviel Action und Gewalt in Spielen abgeschreckt werden, bestätigte sich nicht, solange ein humorvoller Unterton erhalten bleibt. Statt in realistischen Kampfszenen zu erobern und zu zerstören, meistern Frauen lieber Rätsel und Aufgaben, die sie selbst auswählen können. Starke, helle Farben in detailreicher Umgebung sind ihnen lieber als düstere Welten.

Ein besonderes Augenmerk lag darauf, wie Frauen auf die knapp bekleideten weiblichen Schönheiten in den Games reagieren. Während die getesteten Männer erwartungsgemäß keine Einwände hatten, lehnten die Frauen Spiele eher ab, in der Vertreter ihres Geschlecht allein als Sexobjekte dargestellt werden. Ein gewisser Gewöhnungseffekt tritt allerdings ein, denn der stärkste Ärger war bei den Frauen zu beobachten, die wenig spielten. Am liebsten schlüpfen Frauen in die Rolle starker, schöner und femininer Charaktere ohne Sexualisierung.“

Sumi: ,,Das einzige, was bei mir natürlich stimmt, ist das ich bei Shootern eher die Spiele gerne spiele, die nicht ganz so real sind. Also kein Kriegsszenario enthalten. Das liegt aber daran, dass Krieg für mich in Filme gehört, zum Lernen und nicht in Spiele zum Teilnehmen.
Überhaupt kann ich nur die wenigsten Punkte auf mich beziehen. Über halbnackte Frauen rege ich mich nicht auf, aber das kann auch an meiner sexuellen Orientierung liegen. ^_^“