GamerGirls im Interview: Laura

GamerGirls im Interview: Laura

11. Juli 2010 - 16:00 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Heute soll es wieder pünktlich ein Interview geben. Es steht uns die 20 jährige Laura Rede und Antwort. Laura wohnt in der nähe von Bielefeld und bloggt auf ihrer Seite Howl at the Moon.

Stell dich doch bitte kurz vor!
Hallo allerseits – ich heiße Laura, bin 20 Jahre alt, Alphawölfin von http://howlatthemoon.de und lebe mit meiner Familie in Nordrhein-Westfalen in der Nähe von Bielefeld, wo ich auch studiere.

 

Wie lange spielst du schon? Erinnerst du dich an dein erstes Spiel?
Phew, das erste Mal einen Controller in den Pranken hatte ich vermutlich so ungefähr im Jahr 1995 – damals hatten es mir diverse Spiele für’s SNES angetan, allen voran Plok, Home Alone, Goof Troop und eines von ‚Vier Dinos in New York‘.  Wobei ich meine Zeit früher natürlich noch lieber auf Bäumen als vorm Fernseher verbracht habe, dementsprechend hielt sich mein Spielekonsum da noch in Grenzen.

 

Gibt es ein spezielles Ereignis, das dich zum Zocken brachte?
Das Passvizocken durch meine Eltern, nachdem meine Mutter eines schönen Tages das göttliche Super Nintendo Entertainment System angeschleppt hatte. 

 

Auf welchen Systemen spielst du?
In meinem Besitz befinden sich diverse Game Boys, SNES, N64, Game Cube, NDS, PlayStation 1 bis 3 + Portable und eine Xbox360 – genutzt werden alle, PS3 und Xbox360 sind aber ganz klar meine Favoriten.

 

Was spielst du im  Moment/Was hast du zuletzt gespielt?
Momentan ist es F.E.A.R. 2 Project Origin, davor war’s mal wieder GTA San Andreas.

 

Welche Spiele / Serien haben es dir besonders angetan?
GTA, Splinter Cell, Rainbow Six, Need for Speed und Final Fantasy stehen bei mir immer hoch im Kurs – ansonsten haben es mir The Darkness, Metal Gear Solid 4, Heavy Rain und Dragon Age Origins ziemlich angetan. 

 

Wie oft Zockst du? Wöchentlich? Täglich? Nur ab und zu?
Das hängt stark davon ab, wie sehr ich anderweitig eingespannt bin – wenn möglich natürlich gerne täglich, wenn aber gerade Prüfungsphase ist oder sowas, durchaus auch mal zwei Monate gar nicht. Real Life geht vor und so. 

 

Wurdes du in deinem Umfeld, wegen deines Hobbys, schon einmal schief angeguckt?
Klar, hin und wieder gibt’s mal überraschte Reaktionen, wenn’s zur Sprache kommt. Die einen können mit Videospielen eben gar nichts anfangen und sehen fünf verzockte Stunden als Zeitverschwendung übelster Sorte an, andere haben ein ernsthaftes moralisches Problem mit Ego Shootern, ohne sich je mit einem befasst zu haben, und wieder andere erliegen gerne mal dem „Frauen spielen nur Die Sims, Singstar und rosa Modepüppchenspiele“-Klischee und fallen bei den Worten „Call of Duty“ aus allen Wolken – aber bisher ließ hier noch jeder die Interessen des anderen stehen. 

 

Glaubst du Frauen werden beim Zocken genau so akzeptiert wie Männer?
Ich denke schon. Weibliche Gamer sind ja keine Seltenheit mehr und normalerweise freut sich jeder über Gleichgesinnte, egal, welchem Geschlecht sie nun zuzuordnen sind – okay, vereinzelte 3-Tagebart-Träger meinen vielleicht, der Männerwelt gehöre das Patent auf diverse Hobbies, und noch nicht jeder Spieleentwickler hat aufgehört, Gamer-Girls mit ponyhofversessenen 4-Jährigen zu verwechseln, aber ich glaube, die größten Schritte im Bewusstsein der Gamerwelt bezüglich Gleichberechtigung sind getan. ;) 

 

Kannst du unsern Leserinnen verraten wie sie am besten reagieren sollen, wenn jemand sie wegen ihres Hobbys kritisch beäugt?
Nicht beirren lassen und drüber stehen!  Ob ich nun zocke, ein Buch lese, Briefmarken kategorisiere oder einen Handstand mache und dabei in der Luft Cha-Cha-Cha tanze – man muss sich nicht dafür rechtfertigen, was man gerne tut. 

 

Gibt es irgendwas, das du in der Gamerszene änden würdest, wenn du könntest?
Nichts in der Szene selber – aber manchmal vielleicht ihr Image bei der nicht-spielenden Bevölkerung. 

 

Was denkst du wenn du das Wort „Killerspiele“ hörst?

Pixel töten nicht.  „Killerspiele“ sind natürlich hervorragende Sündenböcke für die Politiker, die zwar keine echte Ahnung vom Thema, nach dem letzten Amoklauf aber das dringende Bedürfnis haben, irgendetwas zu tun, das den Menschen das Gefühl gibt, damit würde das nächste grauenhafte Drama vorerst wieder eine Weile auf sich warten lassen – ich persönlich spiele derartige Games seit Teeniezeiten und hatte nie auch nur den geringsten Realitätsverlust zu verzeichnen, geschweige denn den Wunsch, mit einer AK47 loszuziehen, um meiner Heimatstadt einen Hauch von Rot zu verpassen. Aggressionen lassen sich in Spielen à la GTA ziemlich gut ausleben – das menschliche Moralempfinden dürfte sich im Fall eines geistig halbwegs gesunden Menschen aber allerspätestens dann zurückmelden, wenn die Konsole abgeschaltet wird… 

 

Kannst du eine gute Spieleverfilmung nennen?
Silent Hill fand ich cool, ebenso wie Max Payne. Bei beiden passte die Atmosphäre in meinen Augen ziemlich gut zur entsprechenden Vorlage.

 

Dann bedanke ich mich hier mir recht herzlich :)
Klar – ich danke auch! :)

 

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