Weekend Plays – Tale of a Hero

Weekend Plays – Tale of a Hero

20. September 2010 - 13:14 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Aus alt mach neu! Die Welt braucht einen Helden und Olaf scheint genau der richtige dafür zu sein. Ob Ungeheuer  bezwingen oder eine entführte Prinzessin retten, er stellt sich jeder Herausforderung. Wir haben uns die Neuauflage des klassischen Point-and-Click- Adventure ,,Tale of a Hero“ angeschaut…

Vier Jahre hat das Spiel nun auf dem Buckel und ehrlich gesagt sieht man es auch anhand der Grafik, hier wird man zurück in die 90er versetzt. Mir scheint es so, als hätte Daedalic ein Herz für alte Spiele und legt sie für klassische Genre Freunde neu auf. Auf dem ersten Blick wirken die Charaktere etwas schwammig und der Hintergrund ist eine Mischung aus 2D-Grafiken und schönen selbstgezeichneten Bildern. Trotz der etwas veralteten Optik, sind die Aufgaben logisch lösbar und spannend erzählt. Ein gewisser schwarzer Humor steckt auch noch dahinter.

Olaf sieht zwar nicht besonders gut aus und er wirkt ein wenig leblos, dafür hat er einen sehr guten und zu dem Charakter passenden Synchronsprecher. Die Sprachausgabe ist auch nochmal als Text hinterlegt. Ohne die tollen und glaubwürdigen Erzähler, wäre das Spiel wohl etwas trostlos ausgefallen.

Damit mein Dorf wieder ruhig schlafen kann, sollte ich ein Monster aus der Höhle vertreiben und das gelang mir erst nach einer gewissen Zeit. Die Suche nach den notwendigen Gegenständen erwies sich nicht als einfach. Da hier der ,,Hotspot“ fehlt, denn man auch in neuen Spielen kennt, braucht man für einige Aufgaben etwas länger, viel länger. Deshalb sollte man jeden Platz gut durchsuchen und immer zwei mal nachschauen.

Eine Landkarte zeigt euch die verschiedenen Orte, die ihr besuchen müsst, um die Prinzessin vor dem großen Eisriesen zu retten. Olaf kommt übrigens aus einer Heldenfamilie und hat noch vieles vor sich. Seinen Tatendrang kann man einfach nicht stoppen und seine Ehefrau scheint auch nicht wirklich glücklich darüber zu sein…

Die Gegenstände nimmt Olaf entweder auf oder er merkt sie sich in der Inventarleiste. Viele Gegenstände lassen sich miteinander kombinieren, so kann er zum Beispiel aus einer einfachen Sichel, einem Seil und einem Mast ein langes Werkzeug basteln.

Als bequemer Spieler ist es möglich, auch hier ohne Spiel-CD im Laufwerk loszulegen, einmal Installiert funktioniert alles einwandfrei.

Da das Spiel im Handel nur 20 Euro kostet, kann ich es bedenkenlos weiter empfehlen, da es eine gewisse Spiellänge hat und vielleicht schaut der eine oder andere bei der veralteten Grafik hinweg. ;)