Lost Horizon – Eine Rundreise um die Welt

Lost Horizon – Eine Rundreise um die Welt

5. Oktober 2010 - 16:19 Uhr geschrieben von Dai-Lee

,,Achtung, hinter dir ein dreiköpfiger Drache“ nach dem ich dieses Zitat im Spiel ,,Lost Horizon“ entdeckt habe, wusste ich sofort  es kann nur gut werden und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wenn ihr ein echtes ,,Indiana Jones“ ähnliches Abenteuer sucht und auf eigener Faust bösen Nazisoldaten in den Hintern treten wollt, seid ihr bei dem smarten Fenton Paddock und seiner exotischen Begleitung Kim gut aufgehoben. Ich erlebte mit dem Duo ein aufregendes und spannendes Click’n‘ Point Adventure und bin einmal um die Welt gereist!

Die Geschichte versetzt uns in das Jahr 1930! Fenton Paddock hat es im Leben nicht leicht gehabt, zuerst wurde er unehrenhaft aus der britischen Armee entlassen und nun verbringt er die Zeit mit kleinen Schmuggeleien, was der Triaden-Bande in Hong Kong überhaupt nicht passt. So landet er nach einem Streit mit Mun Tong kurzer Hand in einer Holzkiste und die bösen Männer versenken ihn in den See…

Bruchlandung auf dem Himalaja Gebirge
Der britische Minister schickt Fenton kurz darauf auf eine Expedition, um seinen Sohn Richard zu suchen und um das Geheimnis eines alten Tempels auf dem Himalaja Gebirge zu lösen.

Hier reist unser Held nicht alleine. Die etwas störrische chinesische Begleitung Kim, die er noch aus der Armee Zeit kennt, hilft ihm bei der Suche und beide machen eine ziemlich böse Bruchlandung…

Die Nazi-Truppen sind ihnen dicht auf den Fersen und die unsympatische deutsche Wissenschaftlerin Hanna tut alles, um sie ausfindig zu machen.

Die Schauplätze sind ein Augenschmauss
Insgesamt habt ihr im Spiel sieben Kapitel, die euch von Hong Kong, nach Marrakesch, in das dritte Reich und nach Indien führen. Wir haben beeindruckende Orte bereist und konnten auch mal eine kurze Pause einlegen, um die wunderschön gezeichneten Schauplätze zu bewundern. Die Details stimmten mit der Atmosphäre wunderbar überein und die gut besetzten Synchronsprecher haben den 3D Charakteren mehr Leben eingehaucht.
Abenteuerlust brachte auch die Hintergrundmusik, die sich an die Kulissen angepasst hat. Für Auflockerung sorgten hin und wieder kurze Animationen zwischen den Aufgaben.

Kein Rätsel ist zu schwer für Fenton
Jedes Rätsel das Fenton lösen musste, konnte einfach und logisch gelöst werden. Die Rätsel hätten für meinen Geschmack ruhig etwas schwieriger sein dürfen, aber nichts desto trotz blieben wir hin und wieder mal an einer harten Nuss hängen. Ob ihr nun aus einem Flugzeugwrack brauchbare Gegenstände sucht, um sie zu kombinieren oder in einem Tempel in luftiger Höhe ein Drachenbild zusammenpuzzelt, die Aufgaben waren immer abwechslungsreich und die hübsche Begleitung Kim, hilft in vielen Situation weiter.

Wer bei seinem Abenteuer mal nicht weiterkommt, kann auf die Hilfestellung zurückgreifen.

Die Dialoge zwischen den Charakteren sind nicht zu leselastig und können jeder Zeit übersprungen werden. Was ihr jedoch nicht machen solltet, da die Vertonung sehr gelungen ist.

Bonus
Am Ende eures Abenteuers, habt ihr einen Bonusbereich freigeschaltet, der eine interessante Endsequenz bereit hält, denn jede Entscheidung die ihr trefft, wirkt sich auch auf das Ende eures Spieles aus.

Fazit: Alles in einem ist ,,Lost Horizon“ ein sehr schönes Adventure, mit sympathischen Charakteren und einer spannenden Storyline. Hier wurde es nie langweilig und besonders cool fand ich die Homage an Indiana Jones und Monkey Island. Es gab manchmal sehr lange Zwischensequenzen und dafür weniger Aufgaben, obwohl ich das Letzte bevorzugt hätte :). Dennoch kann ich jedem Adventure-Fan das Spiel empfehlen! In der Spielverpackung gibt es ein schönes Poster und ein Minilösungshandbuch, das euch bei den ersten Kapitel hilft.