A New Beginning – Die Rettung der Menschheit

A New Beginning – Die Rettung der Menschheit

7. Oktober 2010 - 16:05 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Tornados in Europa, Überschwemmungen in Amerika, schmelzende Polarkreise, ein anspruchsvolles Spiel wartet im neuen Adventure-Hit ,,A New Beginning“ auf euch. Das Spiel erscheint am 8. Oktober im Handel und wir konnten vorher schon einen Blick darauf werfen.

Eines wird dem Spieler hier sofort bewusst, wer sich bis dato dem Thema Klimawandel entzogen hat, wird hier spätestens spielerisch mit der größten Katastrophe der Menschheit konfrontiert werden und die Rettung der Zukunft liegt nun in euren Händen. Die preisgekrönte Spieleschmiede Daedalic, auch bekannt für ,,The Whispered World“, hat sich dem Thema angenommen und lässt uns die düstere Zukunft im neuen Sci-Fi-Thriller erleben.

Wir schreiben das Jahr 2500, die Katastrophen haben ihren Lauf genommen und alles was den letzten Überlebenden geblieben ist, verrottet unter der Erdoberfläche vor sich hin. Zu allem Übel haben es die Vorfahren geschafft, das magnetische Feld der Erde zu zerstören und so wird eine kommende Sonneneruption, dessen Ausmaße unbegreiflich sein wird, die Erde und alles was sich noch darauf befindet, ein für alle Mal zerstören.

Mehrere Forschungsteams werden mit Zeitkapseln in die Vergangenheit geschickt, um die Katastrophe aufzuhalten und landen nach ihren Berechnungen zu Folge im Jahr 2050. Leider war die Zeitberechnung fehlerhaft, denn auch in dieser Vergangenheit scheint alles längst zu spät zu sein. Die Mission droht zu scheitern… nur mit viel Kraft schaffen es die restlichen Überlebenden einen zweiten Zeitsprung.
In der Vergangenheit suchen sie den Wissenschaftler Bent Svensson auf, der an einer ökologisch besseren Energiegewinnung durch Blaualgen geforscht hat und es vor einigen Jahren aufgegeben hat. An dieser Stelle möchte ich euch nicht mehr viel zur Story verraten :), wenn euch das bereits gereicht hat und ihr die Rettung der Menschheit selbst erleben möchtet, solltet ihr euch das Spiel nicht entgehen lassen.

Vorweg: Die Einleitung in das Spiel erfolgt durch eine nette kurze Zwischensequenz, es ist ein Mix aus gezeichneten Bildern und bewegenden Comicbildern.

Zu Beginn des Spieles scheint alles relativ harmlos zu sein, ihr spielt einen alten Wissenschaftler namens Ben Svensson, der in einer alten Fischerhütte am Wasser lebt. Früher war er ein Workoholiker und hat Tage und Nächte lieber an seiner Forschung gearbeitet, als sich um die Familie zu kümmern, so hat er später seine Frau und seinen Sohn an die Arbeit verloren, was ihn bis heute sehr traurig stimmt. Ben wirkt auf mich wie ein alter zerbrechlicher Mann, dem alles egal zu sein scheint. Lust auf sein Leben hat er auch nicht wirklich und lebt lieber zurückgezogen. Die Ruhe wird abrupt gestört, als die junge Frau aus der Zukunft um seine Hilfe bat.

Fay versucht dem alten Wissenschaftler natürlich alles zu erklären und Ben steht dem sehr skeptisch entgegen, manchmal macht er sich sogar darüber lustig.

Bei den Erzählungen macht das Spiel sozusagen einen Zeitsprung in die Vergangenheit bzw. Zukunft. Nun schlüpft ihr in die Rolle von Fay, die voller Tatendrang zu sein scheint. Auf dem ersten Blick wirkt sie sehr sympathisch und etwas naiv. Im Spielverlauf spielt ihr abwechselnd Ben oder Fay.

Die Handgezeichneten Hintergründe und die Spielcharaktere in 2D wirken auf mich wie aus einem Guss. Die liebevollen Skizzen und die kolorierten Zeichnungen machen das Spiel zum ansehnlichen Augenschmaus, dem man sich nicht entziehen möchte. Es macht Spaß jede Ecke und jeden Winkel zu durchsuchen. Die Steuerung ist simpel und einfach gehalten. Mit einem Linksklick auf ein Gegenstand könnt ihr die Aktionen auswählen und mit einem Rechtsklick öffnet ihr die Inventarliste. Gegenstände in der Inventarliste lassen sich auch miteinander kombinieren und wer nicht weiter weiß, kann auch den Hotspot mit der Leertaste betätigen.

Abwechslungsreich und nicht zu schwer waren die großen Bilderaufgaben. Zum Beispiel musste ich an einer Turbine die Schaltkreise so drehen, dass alle Lichter grün anzeigten, ohne einen Kurzschluss zu verursachen. An einer anderen Aufgabe, wo ich eine Funkantenne mühevoll zusammenbauen musste, habe ich etwas länger geknobelt, diese Minispiele lassen sich aber auch mit einem einfachen Schnellklick überspringen.

Etwas störend fand ich die fehlende Funktion, bei der ich meine Spielcharaktere schneller laufen lassen konnte, auch wenn die Laufwege nicht so lang waren, vermisst habe ich es trotzdem. Mit einem Doppelklick konnte ich aber schnell die Schauplätze, Bereiche oder Räume wechseln, dafür gibt es einen Pluspunkt.

 

Fazit: Die Synchronstimmen passten zu den jeweiligen Charakteren, andere Nebendarsteller wiederum wirkten unnötig schroff auf mich, wie zum Beispiel der Vorgesetzte Salvador. Einen großen Lob muss ich an die Soundkulisse vergeben, die Musik war Stimmungsvoll und hat dem Spiel die nötige Atmosphäre geschenkt. Für Freunde dieses klassischen Genres legt Daedalic in der Spielverpackung den dazugehörigen Soundtrack dazu, wie ihr unten sehen könnt :) Übrigens erhält die Erstauflage viele weitere Extras, ein Handbuch mit Lösungshilfe und ein Poster. Click & Point Fans sollten unbedingt zugreifen, denn das Spiel beschäftigte mich eindrucksvoll mit dem Klimathema und war auch sehr glaubwürdig.