Mehr Huhn auf der Piste!

Mehr Huhn auf der Piste!

26. Mai 2008 - 16:51 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Für gewöhnlich hält es sich im Moor auf, flattert wild über den Bildschirm und versucht verzweifelt dem geschickten Spieler aus zu weichen, um nicht vom Himmel gepustet zu werden und gackert dabei auch noch herum. Ja, genau die Rede ist vom Moorhuhn, welches 1999 auch Büros eroberte. Doch die Zeiten der Schießerei sind erstmal vorbei, jetzt kann man mit dem Hühnchen und seinen Gefährten ordentlich Gas geben!

Zugegeben, 8 Strecken klingt im ersten Moment nicht gerade nach viel Abwechslung und auch die 7 Fahrer aus der Moorhuhn-Welt können nicht mit Mario und Co. mithalten. Das Spielprinzip gleicht dem großen Konkurrenten: Man darf seine Gegner mit ein paar Items ärgern und kommt nicht nur durch Fahrgeschick zum Ziel. Für einen echten Kart-Fahrer ist dieses Spiel dennoch eine Herausforderung – und das liegt nicht nur an der Steuerung.

Spielmodi

Man darf allein oder zu zweit (per Splitscreen) in der Meisterschaft oder im Zeitfahren sein können beweisen. Außerdem gibt es noch einen Duell-Modus für 2 Spieler – meine Tochter wäre aber kein Gegner gewesen, sie liebt Konsolen-Kontroller und gibt die auch nicht wieder her.

Es gibt 2 Meisterschaften mit jeweils 4 Strecken die in 50ccm, 100ccm und 150ccm gemeistert werden wollen. Wo man sich am Anfang noch gemütlich zurück lehnt und nebenbei beinah seine Fingernägel lackieren könnte, merkt man im Laufe des Spiels jedoch wie gemein Computergegner sein können – besonders wenn sie scheinbar schneller als man selbst fahren können.

Dennoch sind die Gegner einem nicht gleich die halbe Strecke voraus, sollte man mal von der Strecke abkommen oder mal wieder durch ein sogenanntes Power-Up neu auf die Fahrbahn gesetzt werden. So bleibt auch für die Jüngeren der Spielspaß erhalten und tröstet über die Ladezeiten vor jeder Strecke hinweg.


Charaktere & Strecken

Neben dem Titelträger, dem Moorhuhn gibt es noch ein paar weitere Charaktere, die aus vorigen Moorhuhnspielen bekannt sind. Da wäre zum Beispiel das Lesshuhn, Moorfrosch, Hank der Maulwurf oder Kröt die Schildkröte. Leider scheinen diese sich im Fahrverhalten und in den Animationen kein bisschen zu unterscheiden – hier geht es einfach nach Geschmack. Niedlich sind die Figuren im Comic-Stil aber allemal.

Die Strecken wurden mit viel Liebe zum Detail entworfen, so fährt man zu Beginn der ersten Meisterschaft auf einem Bauernhof, welcher mit der passenden Musik daherkam die einen zum Schmunzeln bringt – oder man fährt später auf einer Safari-Strecke und wer seinen Blick mal von der Rennstrecke lösen kann, entdeckt hinter der großen Abzäunung einen Dinosaurierkopf, der den Fahrern dann auch hinterher sieht, wenn man daran vorbeifährt.

Die Eisstrecke war für mich bisher am schlimmsten, ständig fahre ich dort auf 2 Rädern oder rutsche über das Ziel hinaus – die Schlittergefahr ist da extrem hoch und sorgt dafür das man gerne ins Huhn – pardon – in den Kontroller beißen würde. Besonders wenn dann auch noch der Schneemann an einem vorbei rauscht <.<


Fazit

Für die PS2 ist das Spiel auch grafisch gelungen, wer nicht auf knallbunt wie bei Konkurrenzspielen steht ist hier garantiert richtig beraten. Die Power-Ups sind nichts neues in ihrer Wirkung, die Umsetzung der Ideen sind aber einleuchtend und man versteht sofort, was man damit anstellen soll – Nachdem ich mir die Bedienungsanleitung angesehen habe wusste ich auch endlich wie man das Schwarze Loch hinter sich wirft…