Irrenanstalt Ade!

Irrenanstalt Ade!

23. Juni 2008 - 19:27 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Edna wacht im Irrenhaus in einer Gummizelle auf und kann sich an nichts erinnern. Wieso ist sie eingesperrt und wie gelangt sie in die Freiheit? Auf ihrem Weg durch die Anstalt begegnen ihr die schrägsten Personen und Rätsel. Am Ende des Point & Click Adventures „Edna bricht aus“ werden alle Geheimnisse gelüftet. Natürlich verrate ich euch keines  Vor einer Weile berichteten wir über Edna, nun ist das virtuelle Irrenhaus im Handel erhältlich.

Technisches
Als ich das Spiel installiert habe konnte ich es erst nicht glauben, aber „Edna bricht aus“ benötigt tatsächlich 7GB Speicherplatz. 6GB Platz belegt die Spielmusik, die ihr als Wav-Dateien im Spielordner findet und anhören könnt. Die Grafik ist komplett in 2D gehalten. Ihr könnt das Spiel im Vollbild- oder Fenstermodus spielen. Ich bevorzuge den Fenstermodus.

Charaktere
Ihr spielt bis auf wenige Ausnahmen die Hauptperson Edna. In seltenen Fällen springt ihr in die Vergangenheit zurück, um euch an etwas zu erinnern. Dann hilft euch euer sprechender Hase Harvey und ihr könnt ihn für kurze Zeit steuern. Im Laufe des Spiels werdet ihr auf die verrücktesten Charaktere treffen. Sei es Droggelbecher, Professor Nock oder Herr Mantel – in dieser Anstalt haben alle einen Knacks und lange, durchgedrehte Geschichten zu erzählen.

Gameplay
Wie in allen Adventures habt ihr ein Inventar und eine Auswahl an Aktionen. Edna kann Dinge „Ansehen“, „Nehmen“, mit ihnen „Reden“ oder sie „Benutzen“. Ihr könnt euch schon denken dass mit diesen Optionen allerlei konfuse Dialoge zustande kommen, denn ihr könnt jede Aktion auf fast jeden Gegenstand anwenden.

Allgemein habt ihr sehr viele Möglichkeiten und ihr findet viele Gegenstände, mit denen ihr euer Unwesen treiben könnt. Sehr beliebte Werkzeuge von Edna sind ein Kugelschreiber und der Poloschläger, der auch auf dem Cover zu sehen ist. Auf dem linken Bild seht ihr, was ich mit dem Zimmer von Dr. Marcel angestellt habe.

Rätsel
Die Rätsel sind sehr unterschiedlich. Meistens müsst ihr Gegenstände kombinieren und an der richtigen Stelle einsetzen. Ansonsten werdet ihr auf viele textbasierte Rätsel und Kombinationsrätsel treffen. Wenn ihr immer gut aufpasst und selbst die merkwürdigsten Dinge ausprobiert, solltet ihr euch den Weg ins Freie bahnen können. Ich hatte direkt am Anfang meine Startschwierigkeiten und musste später hin und wieder eine Weile nachdenken, aber es ist machbar. Für Adventure-Anfänger würde ich es trotzdem nicht empfehlen, da die Rätsel knifflig sind und ihr relativ schnell zu vielen Zimmern Zugang bekommt. Somit habt ihr ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

FSK
Am Ende des Spiels war ich etwas von den Geschehnissen geschockt. Das hätten sich die Entwickler in meinen Augen verkneifen können. Eines ist für mich eindeutig: Die lieben Damen und Herren der FSK haben das Spiel sicher nicht zu Ende gespielt, denn eine FSK „ohne Altersbeschränkung“ kommt überhaupt nicht in Frage. Selbst eine Freigabe ab 12 wäre schon niedrig. Außerdem sollte die Schwierigkeit der Rätsel beachtet werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ein 8-jähriger den ersten Raum verlassen könnte…

Fazit

Ein ungeheuer lustiges und genial gemachtes Spiel mit derbem Ende. Ich hatte viel Spaß beim Durchspielen und habe mich ständig über Edna und Co. amüsiert. Alle Charaktere haben ihre Eigenheiten und obwohl sie in einer Irrenanstalt festsitzen sind sie liebenswürdig. Die 2D Grafik stört mich nicht im Geringsten, da der Rest des Spieles stimmt. Mit knapp 30€ liegt „Edna bricht aus“ preislich unter den anderen Adventures. Zeit für Unfug