Weekend Plays- Castle Crashers

Weekend Plays- Castle Crashers

6. Oktober 2008 - 19:56 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Ich ritt am Wochenende über eine endlos lange Brücke auf einem Rehkitz mit Pupsantrieb, während mich ein riesiges sabberndes Monster verfolgte. Beinahe wurde ich außerdem von klebigen Haarballen erschlagen und stellte mich unerschrocken der Morlokfischkatze, der schon bald ihr dämliches Grinsen vergehen sollte… nein das alles war kein Traum… ich erlebte es wirklich…

…bei Castle Crashers!  Als mich am Samstag Freunde besuchten, wir unbedingt etwas zu viert spielen wollten… da zückte ich 1200 MS Points und habe uns das Live Arcade Game Castle Crashes besorgt: ein witziges 2D Action Hack’n Slay RPG.

Ziel ist es mit vier Rittern wieder Ordnung im Königreich herzustellen, nachdem ein fieser Zauberer(?) unseren König um einen riesigen Edelstein ärmer machte und zudem die vier holden Prinzessinnen mitnahm –  die übrigens gewisse Ähnlichkeiten mit den Powerpuff Girls haben :)  Nach der Rettung einer holden Maid vor dem ersten fiesen Obermotz, einen schlagkräftigen Barbaren, war es dann an der Zeit die anderen Spielpartner abzumurksen.

An dieser Stelle: “Sorry Dai-Ling, aber ich musste dich oft genug wiederbeleben!”  
Jeder der Ritter hat unterschiedliche Magiefähigkeiten, die im Laufe des Spieles aufgelevelt werden können – sofern man sich nicht für Ausdauer, Verteidigung oder Stärke entschieden hat. So richtet der Blitzangriff des roten Ritters anfangs noch wenig Schaden an, entfaltet sich später aber zu einem geladenen Gewitter der die Gegner nur so wegbrutzelt.

Im Spielverlauf haben wir auch die eine oder andere Tierkugel eingesammelt, diese kleinen nebenher schwebenden Viecher haben uns teilweise beim Kampf unterstützt oder geheime Schätze gezeigt. Es soll wohl über 20 dieser Tierkugeln geben, manche kann man auch gegen viel Gold im Store kaufen – mir gefiel der Adler mit seiner Nahrungssuche, Christian entschied sich für einen gegnerrammenden Widder.

Natürlich gibt es während dem Gemetzel noch viele verschiedene Waffen einzusammeln. Von Knüppeln, Äxten über lichtschwertartige Prügel – eine riesige Auswahl.
Klar, die Story ist simpel und der Spielverlauf immer der gleiche – doch was The Behemoth hier abgeliefert hat ist schon ein kleines Meisterwerk. Die zeichentrickartige Grafik ist nochmal ein Deut besser als schon bei Alien Hominid und auch der Soundtrack weiß zu gefallen. Die Thememusik ist schön heroisch. Uns allen hat besonders die witzige Aufmachung der Charaktere gefallen, selten so abgedrehte Gegner und Situationen erlebt.

Probiert es selbst aus. Von mir eine klare Kaufempfehlung, auch wenn die Spielzeit mit gerade mal 5 Stunden ruhig auch etwas länger hätte ausfallen dürfen. Viele freischaltbare Charaktere sollen aber zum erneuten Durchspielen motivieren und auch wenn man gerade nicht drei Freunde auf der Couch hat: der Online-Modus bringt auch einsamen Herzen grandiosen Multiplayer-Spass… doch halt… bei unseren Testspielen haben wir leider kein einziges Mal eine Onlinesitzung hinbekommen. Hier muss nachgebessert werden oder mein Router @home besser eingerichtet