Spore Special – Reise durch die Evolution – Teil 3

Spore Special – Reise durch die Evolution – Teil 3

9. Oktober 2008 - 20:00 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Spore Special – Reise durch die Evolution – Teil 3
“Ich heiße Häuptling Latus und bin vom Stamm der Terra Ikarus Dörfler.
Kommt näher ans Feuer; es wird Euch wärmen und ich kann Euch meine Geschichte erzählen.
Ich will Euch über meinen Stamm berichten und darüber wie er sich anschickte das ganze Land, welches Ihr hier vor Euch seht, für sich zu gewinnen.

Es ist eine Geschichte voller aufregender und auch merkwürdiger Ereignisse, aber habt keine Angst: Die Götter sind uns Dörflern gütlich gestimmt und werden uns beschützen.”
“Alles begann damit, dass einer meiner Vorfahren das Feuer entdeckte. Er reckte sich empor gründete unseren Stamm und war ein intelligenter und friedliebender Stammesführer.
Er hatte die Wahl das Land und die anderen Stämme, die sich rund um unter Territorium bildeten entweder zu unterjochen oder aber Frieden mit den freien Völkern dieser Welt zu schließen.
Er wählte den Weg der Güte und begann damit unser Dorf aufzubauen. Anfangs hatte er nicht viel, sondern nur zwei tapfere Gefährten und zwei Nutztiere; Kreaturen aus einer Zeit vor unserer Intelligenz.
Er schickte seine Gefährten in die Wälder, auf das sie Nahrung für uns suchen sollten und schon bald konnten wir die Götter mit kleinen Opfern besänftigen. So jedenfalls muss es gewesen sein, denn anfangs trafen wir nur auf andere Völker die uns ebenfalls gut gesinnt gegenübertraten. Es dauerte deshalb nicht lange bis wir mit dem braunen Dorf und seinen Bewohnern, den »Croali«, Freundschaft schlossen nachdem wir Geschenke überreichten und zusammen feierten und musizierten.
Wir merkten sehr schnell das diese Art der Völkerverständigung gut war für unseren eignen Stamm. Wir lernten von unseren neuen Freunden den Bau neuer Gebäude und das Nutzen neuer Fähigkeiten. Gleichzeitig konnten wir uns jetzt anders kleiden und nach Herzenslust schmücken. Als Zeichen der Dankbarkeit errichteten wir ein Totem in unserem Dorf, auf das sich alle späteren Generationen an diese glückliche Zeit erinnern mochten.

Leider aber war dieses Glück nicht von langer Dauer.
Ich selbst wurde in dieser Zeit geboren. Ich und meine Brüder mussten miterleben wir sich unserer tapferer aber friedlicher Häuptling plötzlich mit Aggressoren aus einem unbekannten Dorf konfrontiert sah.

Unsere gesamte Kultur liebte die Nahrungssuche und das Musizieren – wir waren keine Krieger. Und so kam es, wie es kommen musste. Viele meiner Brüder starben bei der Verteidigung unseres Dorfes.
Einige wenige überlebten und der Häuptling sah sich gezwungen den Pfad des Friedens zu verlassen, um alle die nach uns kommen würden, zu beschützen.

Wir bauten deshalb Kriegswerkzeug und Gebäude und schon bald wählten wir die Stärksten unter uns aus, die die ersten Waffen – primitive Steinäxte – zur Verteidigung führen durften. Ich gehörte zu diesen Kriegern.

Die Rechnung ging auf. Wir konnten uns vor weiteren Angriffen schützen und unser Häuptling baute Beziehungen zu weiteren Dörfern auf. Schnell entwickelten wir uns. Unser Stamm wurde größer. Wir erhielten Einfluss. Wir veränderten unser Äußeres.
Schon fast war das Massaker vergessen, als unser Häuptling plötzlich alle Krieger zu den Waffen rief. Es galt das Dorf des Feindes zu überfallen und diese Gefahr endgültig zu beseitigen.
Unser Häuptling sollte von dieser Schlacht nicht mehr lebend in sein geliebtes Dorf zurückkehren. Nur wenige von uns schafften dies – auch wenn wir insgesamt siegreich waren. Die Götter hatten uns verlassen. Ein Ding aus Metall erschien am Himmel und zog Kreaturen mit einem Strahl in seinen Bauch. Total eingeschüchtert vergaßen wir, was wir gelernt hatten und machten Fehler – unser Feind nutzte diese.

Auch durch diesen Überfall lernten wir neue Fähigkeiten und erhielten neue Kleidung, jedoch blieb auf ewig ein Schandfleck im Land zurück; aus dieser Richtung brauchten wir fortan keine Geschenke glücklicher Alliierter zu erwarten.

Ich ließ ein weiteres Totem aufstellen, nach dem ich unser neuer Häuptling wurde und ich schwor aus diesem schicksalsbehafteten Tag zu lernen und nie mehr das Kriegsbeil auszugraben, wenn wir nicht angegriffen werden.

Es gelang mir auch die argwöhnischsten Nachbarn von unseren guten Absichten zu überzeugen und führte unser Volk in eine neue Ära.
Ich habe einen Traum… einen Traum von einer zivilisierten Gemeinschaft und ich werde alles dafür tun, damit er wahr wird. Mit Frieden im Herzen aber auch dem Wissen, das dort draußen dunkle Mächte lauern, blicke ich in unsere gemeinsame Zukunft.”

Fazit

Die Stammes-Phase stellt eine ganz schöne Umgewöhnung dar.
Während man zuvor immer nur ein Individuum steuern durfte, hat man nun Kontrolle über einen ganzen Stamm, der langsam aber sicher immer größer wird. Man baut Häuser, schickt Bewohner Nahrung sammeln und muss aufpassen, das kein Bösewicht, das eigene Dorf attackiert.
Für mich persönlich eine angenehme Abwechslung, aber für so manchen Nicht-Strategie-Fan, könnte hier schon leichter Frust aufkommen.
Das Einzige was mich aber wirklich störte war, das man mit zwei Monitoren das Problem hat, mit der Maus immer wieder auf den Desktop zu rutschen und das Spiel so zu verlassen. Das Scrollen nach rechts gestaltete sich in so fern etwas schwierig  Ansonsten aber ist diese dritte Phase durchaus erfrischend. Vor allem empfinde ich es als angenehm, das man nicht nur Krieg führen muss, um seine Ziele zu erreichen – auch wenn es sich manchmal dann doch nicht vermeiden ließ seinen Stamm zu den Waffen zu rufen.