Weekend Play: Ace attourney Appollo Justice

Weekend Play: Ace attourney Appollo Justice

11. Oktober 2008 - 20:39 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Nachdem ich euch letzte Woche schon über das neue Phoenix Wright Spiel namens “Trials and Tribulations” berichtete, habe ich mir zum Wochenende vorgenommen, eines der vorhergehenden Spiele zu testen.

Mein Weekend-Plays für diese Woche: Ace Attorney – Apollo Justice für Nintendo DS

Die Story
Im Gerichtssaal weht ein frischer Wind. Ein Neuling betritt die juristische Bühne – viel Zeit, um sein Handwerk zu erlernen, bleibt ihm jedoch nicht!

Schlüpfen Sie in die Rolle des jungen Apollo Justice als frisch gebackener Anwalt, der in seinem Leben nach dem Jurastudium zurechtkommen muss.

Fünf neue Fälle erwarten mich. Gleich der erste klingt brisant: Ein Mord in einem russischen Restaurant und der Angeklagte ist ausgerechnet Phoenix Wright, Protagonist der früheren und späteren Ace Attorney Fälle. Ich muss ihn verteidigen, Unstimmigkeiten in seinen Aussagen finden und klarstellen, was wirklich in jeder Nacht passierte!

Der zweite Fall betrifft den Mord an einem Arzt. Der Juniorboss einer Mafiosi-Familie wird dessen beschuldigt, er wird natürlich mein Mandant. Zunächst scheint es so, als hätten die Fälle nichts miteinander zu tun, aber man soll ja keine voreiligen Schlüsse ziehen…Mehr wird an dieser Stelle storytechnisch erstmal nicht verraten  
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Das Gameplay
Gespielt wird in alter DS-Manier mit dem Touchpen und sogar mit dem Mikro.

Die Tatorte

Der erste Fall wird gleich mit einer Gerichtsverhandlung eingeleitet. In den anderen Fällen bekommt man in der Regel erst den Auftrag und besichtigt die Tatorte. Dort kann man mit verschiedenen Personen sprechen, sie befragen und so einiges über die Hintergrundgeschichten erfahren.
Aber nicht nur das kommunikative Geschick ist gefragt: Natürlich müssen Tatorte auch untersucht werden. Mit einem fadenkreuzähnlichen Viereck markiere ich die Stelle, die ich gerne näher betrachten möchte und nehme verdächtige Gegenstände in mein Inventar auf – vielleicht sind sie Apollo im Prozess mal von Nutzen. Auch Fingerabdrücke muss ich ab und zu nehmen, natürlich ganz real mit

Pulver-wegpusten am DS-Mikro
Mit dabei immer meine kleine Gehilfin Trucy, Magierin und die Tochter von Phoenix Wright.
Habe ich alle Hinweise aufgedeckt, wird es Zeit, in den Gerichtssaal zu gehen.

Der Prozess

Im Gerichtssaal selbst läuft es so von Statten, dass der Angeklagte sowie diverse Zeugen vor Gericht treten und ihre Aussagen machen. Dabei ist es Apollos Aufgabe, Unstimmigkeiten aufzudecken. Dies tut er in dem der Aussage nachfolgenden Kreuzverhör. In diesem Kreuzverhör bekommt man die Aussage nochmal Stück für Stück zu hören und kann dann laut Einspruch erheben – per Touchpen oder indem man ins Mikro “Moment mal!” oder “Einspruch!” ruft.
So habe ich die Möglichkeit, Aussagen nochmals erläutern zu lasse und Informationen hinzugefügt zu bekommen.

Dann ist es an mir: Ich muss die falsche Aussage finden und natürlich auch mit Hilfe meines Inventars beweisen, dass der Angeklagte oder Zeuge gelogen hat. Das ist oft ganz schön knifflig.
Wie im echten Leben gibt es aber Personen, die mit Pokerface im Saal sitzen und bei denen partout keine Lüge zu erkennen ist. Für diese Fälle hat Apollo eine ganz bestimmte Begabung: Er hat ein Armband, dass ihn darauf aufmerksam macht, wenn eine Person lügt. Durch einen speziellen Blick kann ich also eine bestimmte Körperstelle der Person ganz nah betrachten, während die Aussage im Schneckentempo nochmals Revue passiert.

So erkenne ich zum Beispiel, dass eine Zeugin fast unmerklich bei einem Satz ihren Ring mit dem anderen Finger kurz bewegt und weiß somit, wo ich nachhaken muss. Sehr praktisch  
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Grafik & Sound
Die Grafik ist komplett gezeichnet und im Anime-Stil gehalten. Anfangs war mir das fremd aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und finde es mittlerweile total gut und schön gemacht.
Die Hintergrundmusik ist ebenfalls sehr gelungen und der Stimmung passend gemacht. Sie fügt sich in meinen Ohren super ein, ich hab nix zu meckern  

Fazit

Ich muss sagen, ich war sehr überrascht von Apollo Justice. Im positiven Sinne!
Ich habe nicht gedacht, dass die Fälle so abwechslungsreich sind. Dadurch, dass man erst am Tatort und dann im Gerichtssaal ist, bekommt das Spiel eine ungeheure Dynamik und wird nie langweilig. Nicht zu vergessen die fünf unterschiedlichen Fälle, die dafür sorgen, dass ein Fall immer spannend bleibt und sich nicht unnötig in die Länge zieht.
Die Charaktere sind wirklich toll gemacht und das Spiel versprüht viel Charme und Humor, damit habe ich nicht gerechnet.

Ein ganz großer Pluspunkt ist die Länge des Spiels. Ganze fünf Fälle lassen den Spieler lange Tage und Nächte spielen, bei anderen Spielen ist die gesamte Spieldauer die Länge eines dieser Fälle. Das find ich bemerkenswert!
Apollo Justice hat mich nahezu ständig am DS gehalten, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und das will was heißen. Apollo Justice ist ab sofort in die Riege meiner absoluten Lieblingsspiele aufgestiegen, ich kann die anderen Spiele der Reihe kaum erwarten und gebe für dieses Weekend-Plays volle Punktzahl! =)