Viva Pinata – Chaos im Paradies

Viva Pinata – Chaos im Paradies

1. November 2008 - 19:48 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Tagelang hatte mich Viva Piñata gefesselt, seit Neuestem wuseln die Papiertiere auch im zweiten Teil herum. Doch was taugt Viva Piñata – Chaos im Paradies wirklich? Ich habe für Euch die beiden Spiele verglichen.

Spielprinzip
In Viva Piñata bewirtschaftet ihr euren eigenen Garten und sorgt dafür, dass Piñatas bei euch sesshaft werden. Dabei dürft ihr euren Garten frei gestalten, pflanzt Blumen, Bäume und Einzelfrüchte an. Kauft Dekorationen und Piñata-Behausungen oder gestaltet den Boden mit verschiedenen Graslängen (und in Chaos im Paradies auch mit Schnee oder Sand) um den Garten so aussehen zu lassen wie ihr – oder eure Piñatas – ihn am liebsten mögt.

Dabei gilt es Erfahrungspunkte für euren Garten zu sammeln, um beim Stufenanstieg des Gartens weitere Gegenstände, Auszeichnungen Piñatas zu erhalten. Dies erreicht ihr zum Beispiel mit Züchten von Piñatas oder Pflanzen, aufziehen besonders großer Bäume oder schlicht mit dem Auftauchen von neuen Piñatas – denn selbst dafür gibt es bestimmte Vorraussetzungen, die Euer Garten erfüllen muss. Da kann es schonmal vorkommen, dass man seinen Garten das ein oder andere Mal komplett umkrempelt.

Natürlich wäre das Ganze so viel zu einfach, also gibt es ein paar Störenfriede. Entweder habt ihr mit sogenannten sauren Piñatas zutun, die krankmachende Süßigkeiten verteilen oder gar mit Rowdys, welche euren Garten Stück für Stück auf den Kopf stellen.

Mehrspieler-Modus
Man kann den Garten auch zu zweit pflegen und hegen, das ist zum Beispiel für Eltern nützlich, die ihre Kinder unterstützen wollen. Online gibt es dafür bei Viva Piñata – Chaos im Paradies den Sofapromi-Modu, der zudem mit Extras daherkommt, welche dem Garten zugute kommen.

Übrigens liegt dem Spiel eine Kurzanleitung für Eltern zum Thema Jugendschutz Online bei – dort wird erklärt wie man ein Konto fürs Kind erstellt und wo dann welche Einstellungen zu machen sind um das Kind nach Bedarf zu schützen. Mehr davon!

Was unterscheidet die beiden Viva Piñata Spiele denn nun eigentlich und was gab es für Neuerungen?

Das erfahrt Ihr auf Seite 2!

Unterschiede zum ersten Teil
Zuallererst viel mir das wesentlich kürzere Tutorial im Vergleich zum ersten Piñata Teil auf. Für alledie denersten Teil kennen eineknappe Auffrischung an Wissen – für alle die noch nie zuvor Viva Piñata gespielt haben ist dieses Tutorial eindeutig zuwenig. Zwar steht in der beiliegenden Bedienungsanleitung auch nochmal eine Menge drin, aber viele könnten sich auch damit verloren vorkommen. Das hätte besser sein können – im ersten Teil hatte das ja auch super geklappt. Schade.

Dafür ist der Garten von vornerein übersichtlicher: Man fängt nicht mehr in einem Drecksloch an, dass man erstmal aufräumen muss bevor es richtig losgeht und viele Dinge stehen nun ausserhalb der Gartengrenze: Zum Beispiel die Kiste für den Piñata-Party-Transport hat einen festen Platz und muss nicht erst wie im ersten Teil irgendwo in den Garten gestellt werden, bevor man Piñatas darin einpacken kann.

Zudem darf man nun auch Piñatas außerhalb der Gartengrenze auswählen, um Informationen über diese zu erlangen (Was brauche ich, damit das Piñata meinen Garten besucht?). Leider fehlte mir bisher jegliche Anzeichen zu einer Geschichte. Im ersten Teil konnte man Kapitel freispielen um ein wenig mehr über die ganzen Nicht-Piñatas ds Spieles zu erfahren – soetwas fehlt hier gänzlich und so versteht man auch nicht immer alle Aussagen der Bewohner.

Neuerungen im Vergleich zum ersten Teil
Neben den Anpassungen gibt es auch ein paar Dinge, die komplett neu sind ;-) Da wären die beiden Zonen Piñartic und Dessert-Wüste in der man mittels Fallen und richtiger Köder weitere Piñatas für seinen Garten einfangen kann – passend dazu gibt’s noch Schnee und Sand als Bodenpakete (die wie Gras eingesetzt werden). Auch kann man nun per Kurztasten alle sesshaften Piñatas gezielt auswählen und muss nicht mehr den ganzen Garten durchsuchen.

Neben den Schildern für die beiden Fangzonen gibt es auch eines für die Hilfeseite und eine Tafel auf der man bestimmte Piñatas auswählen kann, die den Garten künftig nicht mehr betreten dürfen – leider funktioniert das nicht mit sauren Piñatas, für die müsst ihr euch noch immer einen teuren Blocker kaufen.

Eure Papiertiere können aber noch mehr! In Chaos im Paradies ist es möglich den Piñatas Tricks beizubringen. Dafür gibt es einen neuen Gegenstand, den Trickstock! Jedes Piñata kann nacheinander zwei Tricks erlernen :-) Außerdem kann man seine Piñatas nun auch zu Wettrennen schicken – ein Minispiel für den Zeitvertreib. Das erhöht neben den Accessoires ebenfalls den Wert des betroffenen Piñatas.

Weiter geht’s auf Seite 3!

Hat mal jemand eine Kamera?

Neu sind auch die Piñata Karten (von denen eine jedem Spiel beiliegt), die man vor die XBox Live Vision Kamera halten kann, um das darauf abgebildete Piñata ins Spiel zu holen. Außerdem kann man im Spiel von seinen Piñatas Fotos machen, um diese Fotos weiter zu verschenken. Dafür wird das Piñata dann ‘ins Bild gesperrt’ und verschwindet aus eurem Garten – Quasi eine Tauschmöglichkeit für Piñatas samt Accessoires.

Fazit
Leider fehlt für mich in Chaos im Paradies der Ansporn eine Geschichte zu erleben – dafür gibt es nun gezielte Piñata-Partys für die man dann bestimmte Piñatas benötigt. Auch das kurze Tutorial ist für Anfänger ein deutlicher Minuspunkt – allerdings gibt es im neuen Viva Piñata wesentlich mehr Piñata-Arten zu entdecken und mit den beiden Fangzonen wird das Ganze noch interessanter.

Entweder man findet diese Art Spiele langweilig oder man spielt gerne mit den süßen Papiertieren ;-) Was meint Ihr? Sagt Eure Meinung in unserem Forum.