Weekend Plays – Harvest Moon

Weekend Plays – Harvest Moon

3. November 2008 - 16:01 Uhr geschrieben von Dai-Lee

An diesem Wochenende habe ich in Erde gewühlt, Gemüse angepflanzt, war mit meinem Hund und meinem Pferd unterwegs und habe eine Frau nach der Anderen auf den Jahresfesten umgarnt  Verwunderlich? Nein, ich war als Bauer im Klassiker Harvest Moon tätig.

Da mein guter alter SNES sein Dasein in einem Pappkarton fristen muss (es ist leider kein Platz mehr auf unserem Sideboard), entschloss ich mich dazu Harvest Moon auch für die Wii Virtual Console zu kaufen – das Original SNES Spiel befindet sich ebenfalls in besagtem Pappkarton. Irgendwie blöd, nochmal 800 Wii Points für ein Spiel auszugeben, das man eigentlich schon besitzt? Glaubt mir, es lohnt sich.

Das Ziel des Spiels ist es, den vom Vater überlassenen Bauernhof innerhalb von 2 1/2 Spieljahren á vier Jahreszeiten mit je 30 Tagen wieder auf Vordermann zu bringen und möglichst gut dabei abzuschneiden – am Ende gibt es eine detaillierte Auflistung was ihr bis dahin erreicht habt. Je nachdem wie gut ihr wart gibt es einen entsprechenden Kommentar von eurem alten Herrn. Aber bei Harvest Moon geht es weniger um das Ende, als um den Weg dorthin.

Denn der Hof sieht zu Beginn alles andere als gemütlich aus: Büsche, Steine und Baumstumpen liegen im Weg und der Acker müsste auch mal wieder gründlich umgegraben werden. Um dieses Chaos zu besseitigen stehen einem unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung, von denen man immer nur zwei gleichzeitig mit sich herumtragen kann – die übrigen werden im Geräteschuppen gelagert.

Zwar besteht der ‘Bug’, dass nach 18 Uhr die Zeit einfach nicht mehr weiterläuft auch auf der VC-Version noch immer – aber der junge Bauer ist auch irgendwann erschöpft. Seine Kraftreserven kann man mit einem Bad in der heißen Quelle im Wald temporär wieder auffüllen – besser noch ist es die geheimen Früchte aufzuspüren, die dann im Garten hinter dem Bauernhaus wachsen. Damit erhöht sich die Energie des Bauers um entsprechend viele Stufen wie ihr Früchte gesammelt habt.
Natürlich benötigt ihr noch Samen für eure Felder, je nach Jahresezeit gibt es unterschiedliche zu kaufen. Auch Gras sollte man sich früh anschaffen um schonmal den ersten Heuvorrat für die Tiere anzulegen. Bis zu jeweils zehn Hühner und Kühe könnt ihr in euren Ställen unterbringen. Die kosten später auch dementsprechend viel Zeit.

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Zeit, davon hat man nie genug  Denn nicht nur euer Hof will Aufmerksamkeit, sondern auch die Damen aus dem Dorf in dem ihr einkaufen geht. Es gilt ihre Herzen zu erobern – mit Geschenken und Smalltalk. Sobald ihr die Dame eurer Wahl genügend umgarnt habt, könnt ihr diese Heiraten. Dann gilt: vor 17 Uhr wieder im Haus sein und gemeinsam mit dem Eheweib schlafengehen – sonst wird das mit dem Nachwuchs nie was. Gerüchten zufolge kann man es schaffen drei Kinder in der Zeit zu bekommen, ich habe es bisher nur auf zwei geschafft bevor die Zeit auf dem Bauernhof um war…

Als Bauer hat man also mehr als genug zutun: Direkt nach dem Aufstehen werden Kühe gemolken, gefüttert und gestriegelt (und wehe eine ist mal krank!), die Hühnereier müssen eingesammelt werden, die Hühner gefüttert. Dann überquert man die Felder und sammelt die reife Ernte ein – denn die wird nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit mitgenommen. Gegossen werden die Felder auch noch, es sei denn es regnet. Der Zaun muss repariert werden und wilde Hunde fernzuhalten… und so weiter. Eine gewisse Strategie für den erfolgreichen Bauernhof sollte man schon haben  
Harvest Moon ist für mich eines der Spiele die ich wieder hervorkrame um mich etwas zu entspannen und dennoch etwas zu bewegen. In diesem Sinne: Meine Hühner warten!