Mirror's Egde – Der Höhenflug!

Mirror's Egde – Der Höhenflug!

28. November 2008 - 17:11 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Lange haben wir darauf gewartet und endlich haben wir für euch den ultimativen Höhenflug gewagt. Springt mit uns über die Dächer, klettert auf jeden Wolkenkratzer und widersetzt euch mit der einzigartigen Faith gegen das streng überwachende Regime. Wie wagemutig ich mit Faith war erfahrt ihr hier!

Mirror’s Edge ist nicht nur hübsch anzusehen, das Game verspricht viel Action und atemberaubende Aussichten über die wunderschöne, klare Stadt! Ihr schlüpft in die Rolle von Faith und kämpft euch als sogenannter “Runner” durch die streng überwachte Stadt. Runner überbringen ihren Clienten wichtige und sensible Nachrichten und stoßen oft auf den langen Arm des Gesetzes, der alles und jeden kontrolliert.

Steuerung – Wer hoch springt kann tief fallen!

Um euch im Spiel erstmalig zurecht zu finden, weißt euch eine Runnerin in die Kunst der Steuerung ein. Die Kontrolle ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ihr nutzt im Spiel viele Knöpfe auf dem Pad, aber nach einer gewissen Zeit hat man den Dreh raus.  Ihr solltet euch die einzelnen Button-Kombinationen merken, denn später kann sich diese Kenntnis als lebenswichtig erweisen. Beispielsweise könnt ihr euren Gegner entwaffnen und dabei eine Bullet-Time-Ansicht einsetzen oder ihm einfach einen heftigen Schlag verpassen. Die meiste Zeit jedoch seid ihr aber am Weglaufen, was auch nötig ist, um in Deckung zu bleiben. An großen Vorsprüngen, ist es auch ab und an gefordert an der Wand entlang zu laufen  , das erinnert mich an die ganzen Jackie Chan Filme  . Wenn ihr aber mal den Halt verliert und in die Tiefe stürzt, wird der Bildschirm schwarz – zum Glück sieht man hier niemanden aufprallen  !

Wo geht’s lang?

Ihr werdet immer wieder in eine missliche Lage geraten und müsst aus einem Gebäude fliehen, über Dächer springen oder unterirdisch abtauchen. Der Überblick geht dabei auch schon mal verloren. Mit einem einzigen Knopfdruck wird deshalb automatisch die Richtung in die ihr laufen müsst angezeigt. Das kann vor allem bei hektischen Scharmüzeln, zum Beispiel bei Verfolgungsjagten, von Vorteil sein.

Ich sehe rot!

Egal wohin es auch geht, in vielen Situationen hilft euch neben der Richtungsanzeige auch das Highlighting vieler Gegenstände wie Röhren, Plattformen, Kisten oder Seile, um zu wissen wo man hin muss. Solche Interaktions-Objekte sind rot hervorgehoben und auch Türen – die ihr aufbrechen müsst – sind so gekennzeichnet. An roten Röhren könnt ihr hoch und runter klettern und auf rote Kisten hochspringen. Von Seilen die weit gespannt sind, könnt ihr euch entlanghangeln und herabrutschen; rot markierte Bretter dienen als Absprungspunkte auf tiefere

Die Stadt

Sobald ein Kapitel abgeschlossen ist, schaltet ihr einen Teil oder einen Bezirk der Stadt frei. Dies wird euch auf einer Übersichtskarte angezeigt. Wenn ihr von oben auf die Straßen hinunter blickt, hört ihr Autogeräusche und Gehupe. Leider sieht man kaum Menschen in der Stadt herumlaufen – etwas merkwürdig, aber da man die meiste Zeit auf den Dächern verbringt ist es zu verschmerzen.

Grafik, Sound  und Zwischensequenzen

Die Grafik ist ungewöhnlich clean, hat aber einen sehr schönen eigenen Stil den ich so noch nie zuvor gesehen habe. Auf Details wie Sonnenreflexionen wurde zum Beispiel geachtet und ihr könnt sogar den eigenen Schatten (von Faith) sehen. Beim Rennen bekommt ihr das Gefühl ihr steckt in Faith’s Körper, weil sie die meiste Zeit laut und angestrengt atmet. Was auch sehr zur Atmospähre beträgt sind Faith’s Schrittgeräusche. In manchen Szenen tauchen zudem Zwischensequenzen auf, welche nicht in der Spielegrafik sondern in einem Comic-Look daherkommen  Den eigenen Spielcharakter bekommt ihr leider nicht zu Gesicht – nur Faith’s Hände und ihre Beine – Ich-Perspektive halt.

Jede menge Schüsse!

Aufregend und teilweise sehr schwer wird’s, wenn plötzlich einen ganze Truppe bewaffneter Männer auftaucht die das Feuer auf Euch eröffnet. Dann heißt es Beine in die Hand nehmen und flüchten, oder Mut zeigen und die Computergegner entwaffnen (sie reagieren des öfteren zum Glück recht träge).

Fazit

Mirror’s Edge ist ein sehr schönes Spiel und sobald man etwas in der Story steckt, möchte man am Liebsten nicht mehr aufhören. Den Spieler der es ohne einmal abzustürzen oder ohne erschossen zu werden über die Dächer zu tanzen vermag, möchte ich einmal kennenlernen. Der Schwierigkeitsgrad führt aber glücklicherweise nicht zum Frust. Faith lässt sich ohne Probleme steuern und die Geschichte ist sehr spannend und abwechslungsreich. Vor allem die coolen Comic Zwischensequenzen haben es mir hierbei angetan. Hinzu kommen Situationen, bei denen man selber Herzrasen bekommt – z.B. wenn man vor einem bewaffneten Trupp flieht, aber das Spiel ist definitiv nichts für Leute die an Höhenangst leiden.