Hands On: Dead Space

Hands On: Dead Space

25. Januar 2009 - 20:27 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wenn irgendwo aufgrund technischer Probleme ein Techniker gerufen wird. Denkt man an nichts Böses. Vielleicht an ein paar durchgebrannte Sicherungen oder lose Kabel. So geht es auch Isaac Clark bis auf die Tatsache das sein Einsatzgebiet das Raumschiff  USG Ishimura ist. Bei dem er als Ingenieur nur mal eben überprüfen soll warum es sich schon längere Zeit nicht mehr gemeldet hat. Doch statt ein paar kaputter Kabel stößt er auf Leichen, Blut und den leibhaftigen Horror.

Story
Als ein riesiges Abbau-Schiff in einem entfernten Sternensystem mit einem mysteriösen Artefakt in Kontakt kommt, bricht plötzlich jegliche Kommunikation mit der Erde ab. Ingenieur Isaac Clark wird auf Reparatur -Mission geschickt doch er entdeckt lediglich einen blutigen Albtraum. Die Mannschaft der Ishimura wurde auf grausame Art umgebracht und in furchteinflößende Kreaturen verwandelt. Schnell wird Clark von seiner Crew getrennt und versucht die Ishimura wieder Fahr tüchtig zu bekommen. Clarks Reparatur Mission ist zu einem Kampf ums überleben geworden.

Let’s play
Seinen Alter Ego Isaac Clark sieht man von hinten, die Gesundheit unseres Helden erkennen wir anhand von leuchtenden Markierungen entlang der Wirbelsäule an seinem Kampfanzug. Das Menü wird ganz futuristisch als Holographie direkt vor Clark angezeigt. Einen klassischen Kompass oder vergleichbares sucht man hier vergebens. Wir sind in der Zukunft da brauchen wir so etwas ordinäres wie einen Kompass nicht. Wir drücken einfach auf eine Knopf und vor uns erscheint eine dünne blaue Linie auf dem Boden, die uns zeigt wo die aktuelle Mission hinführt. Somit ist es trotz der engen verschachtelten Raumschiffgänge fast unmöglich sich an Bord der Ishimura zu verlaufen. Die Handlung von Dead Space verläuft komplett linear. Es gibt immer ein klares Ziel, wobei sich die Aufträge meist darum drehen, irgendwelche austauschbaren Gegenstände zu finden.

Auf den Weg zu den Missionen bekommt Clark über seinen Holomonitor Anweisungen oder Bitten von Überlebenden. Zusätzlich findet er Aufzeichnungen in denen Mitglieder der Ishimura -Crew von ihren Erlebnissen erzählt. Deutlich spannender als die Missionen an sich ist der Weg dorthin. Denn die Gänge der Ishimura stecken voller Überraschungen. Aus fast jeder Ecke tauchen wie aus dem nichts erschreckende Monster auf und versuchen Clark den Garaus zu machen. Gerade hier braucht man starke Nerven, im ganzen Raumschiff ist permanent das Stöhnen, Schreien und Kratzen der Monster zu hören – wodurch man sich ständig in Alarmbereitschaft befinden, und es einem fast unmöglich macht kommende Situation vorraus zu ahnen wann und vor allem wo das nächste Monster auftaucht.

Kampf

Anfangs wehren wir uns mit unserem Cutter der eigentlich zum Durchtrennen von Gegenstände gedacht ist und über dünne Energiestrahlen verfügt. Die Monster auf der Ishimura halten direkten Beschuss sehr lange aus und sind auch noch fies schnell. Die empfohlene Vorgehensweise lautete daher die Gegner zu zerstümmeln. Trennt Ihnen Arme, Beine sowie sonstige Gliedmaßen ab um ihre Bewegungen zu verlangsamen. Im weiteren Spielverlauf könnt ihr auf sechs weitere Waffen zugreifen, die sich allesamt mehrmals upgraden lassen. Falls uns mal die Munition ausgeht, die gar nicht so reichlich vorhanden ist, können wir die Monster auch mit ein paar gezielten Schlägen ausschalten. Genau das sollte man sich eigentlich angewöhnen, da diese Dinger doch oft genug nur scheinbar tot sind. Geht auf Nummer sicher, sonst findet ihr sehr schnell ein blutiges Ende.

Grafik & Sound
Die Grafik von Dead Space ist absolut gelungen, wir finden eine perfekte detailreiche Darstellung eines unheimlichen Schauplatzes. Die gesamten Animationen wirken sehr rund, sowohl von Isaac Clark wie auch von seinen Widersachern. Dynamisches Licht und unheimliche Raucheffekte runden die Optik perfekt ab. Unterstützt wird die ohnehin schon beklemmende Stimmung durch ein absolut perfektes Sounddesign. Was da aus unserem Fernseher ertönt sucht seinesgleichen und passt sich dynamisch ans Spielgeschehen an. Die Waffen und Monstersounds in stets passender Lautstärke klingen markerschütternd, Clarks rasselnder Atem und Herzschlag im luftleeren Raum passen zur bedrohlichen Umgebung.

Fazit:
Verdammt was war das schon wieder für ein Geräusch? Um Himmelswillen, was war das für ein Schatten? Die Handlung schafft es vom Start weg, mit überraschenden Wendungen und einem gelungenen Finale, das es nicht eine Sekunde langweilig wird. Auch sonst glänzt Dead Space in allen Punkten. Das Kampfsystem ist perfekt durchdacht, die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung einfach von der Hand.
Trotz der großen Begeisterung ist Dead Space echt nur was für starke Nerven, denn wie auch immer Dead Space durch die USK gekommen ist: hier kann nicht von „gelegentlichem taktischen“ Abtrennen von Körperteilen die Rede sein. Ohne gezieltes, regelmäßiges Abtrennen von Gliedmaßen geht hier gar nichts. Für Erwachsene ein absolut gelungener actionreicher Weltraum-Horror .