mehr als nur verspielt.

Weekend Plays - Flower

Archiv-Artikel vom 17. Februar 2009. Spiegelt den Stand von damals wider, nicht die heutige Meinung.

Weekend Plays - Flower

geschrieben von Dai-Lee
3 Min. Lesezeit

Hmmmm, was für eine frische Brise und diese Musik… wooow! Als mal sanfter, mal forscher Wind gleitete ich am Wochenende durch grüne Wiesen und sternenklarem Himmel! Flower aus dem PSN-Store (7,99€ ) hat es mir einfach angetan.

Wer „Entspannung pur“ sucht, ist hier genau richtig.
Das Menü startet ohne Schriftzeichen, ohne großartige Erklärung… es ist einfach nur ein kleines schwarz weißes Zimmer. Hier steht ein Topf mit einer vertrockneten Pflanze, die euer erstes Level symbolisiert. Euer Ziel ist es die Blume aufblühen zu lassen um etwas Farbe in die Bude zu bringen und das meine ich wortwörtlich…  

Sobald ihr in das Spiel einsteigt öffnet sich eine Knospe und verliert eine Blüte. Ihr seid der Wind und steuert mal mit wenig, mal mit mehr Kraft das Blütenblatt durch die Luft. Treibt sie voran, aufwärts, abwärts… links und rechts herum. Die kleine Blüte wird von euch durch die Welt geblasen und berüht dabei sacht andere Blumen auf der Wiese, die dann auch erblühen und euch klangvoll zur Musik eine Blüte von sich mit auf den Weg geben. So treibt ihr als Windstoß schon bald eine ganze Reihe von Blüten vor euch her.  Nach und nach sammeln sich immer mehr und ihr komponiert ein Farben- und Blütenorchester. Wunderschön.

Die Level könnt ihr so lange durchfliegen wie ihr wollt, es gibt kein Zeitlimit. Doch ein Ziel. Alle Blumen müssen erblühen damit ihr weitere Bereiche erkunden könnt. Versucht ihr vorher auszubrechen, gibt es einen kräftigen Gegenwind der euch auf die rechte Bahn zurückverweist.

Das besondere Spielprinzip verdient auch eine besondere Steuerung. Endlich kommt die Sixaxis Funktion des PS3 Controllers mal sinnvoll zur Verwendung. Ihr kontrolliert die “Pustrichtung” und somit den Flug der Blüten über die Lageerkennung des Pads. Haltet eine beliebige Taste gedrückt und steuert damit die Geschwindigkeit. Das ist sooo kinderleicht, dass Flower selbst von komplett unerfahrenen Spielern erkundet werden kann. Perfektionisten können durch einen perfekten Flug die Blumen in Reihe erwischen und so ein fulminantes Klangerlebnis erfahren… so musste ich teilweise etwas langsamer “fliegen” um an die Blumen heranzukommen… ein echt schönes Steuergefühl sag ich euch  Am Schönsten wird es, wenn ihr ganz nah an den frischen Grashalmen entlang fliegt, die Halme auseinanderbiegt und den Geräuschen lauscht…



Manchmal regnet und blitzt es oder es wird stockduster und die Wiesen leuchten hell, wie mit kleine Glühwürmchen übersäät. Für mich überraschend… kam ich auch an weniger schönen Level vorbei, die durch Industriemüll gezeichnet waren  Hier haben die Entwickler Flower genutzt um den Zeigefinger über die Naturverschmutzung zu erheben. Grandios wird es wenn ihr die Wiesen vom Müll befreit und mit der ganzen Blütenkraft die Welt von der Technik befreit.

Insgesamt habe ich gerademal 2 Stunden gebraucht bis ich durch alle Level war, zwischendurch boten sich mir super schöne Zwischensequenzen und ein einmaliges Spielerlebnis… Ich bin mir sicher das ich nochmal über die Wiesen gleiten werde…

Fazit

Bei einem so schönen Spiel hätte ich mir eine Box gewünscht, so richtig fürs Regal. Die Spielzeit ist leider viel zu kurz geraten, den Preis war es für die Erfahrung trotzdem wert. Die Musik passt sich den grandiosen Levelflügen stets an. Etwas unnötig stressig waren die letzten Level… auf die ich lieber verzichtet hätte… das Spielgefühl am Anfang hat mir besser gefallen. Flower ist mehr Kunst als ein Spiel, mit etwas Kritik an unserer Lebensweise… und wenn ich die Wahl hätte… Strassen von Berlin oder eine saftige Wiese… ihr wisst wo ihr mich finden würdet  

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