Lasst uns Orks töten und Mittelerde retten

Lasst uns Orks töten und Mittelerde retten

12. Dezember 2011 - 14:31 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Frodo hat das Auenland und Mittelerde gerettet, doch er war nicht allein in dieser Schlacht.  Zahlreiche erbarmungslose Kämpfe führte Frodo mit seinen Gefährten auch an anderen Orten und hier beginnt das Action-Rollenspiel “Der Herr der Ringe – Krieg im Norden“ für PC, PS3 und Xbox 360. Im Singleplayer- und Mehrspieler-Modus sind wir für euch in die Schlacht gezogen und haben das Spiel auf Herz und Nieren getestet.

Story – Herr der Ringe etwas anders:
Die Story in “Der Herr der Ringe – Krieg im Norden“ basiert nicht wie ihr vielleicht denkt auf den Inhalten der drei Kinofilme, sondern auf den Büchern von J.R.R. Tolkien.
Mit einem Buch hat man die Möglichkeit alles umfangreich und detailliert zu erzählen. Daher finden wir es schön, dass wir neben der Filmumsetzung, auch etwas mehr von der Nebenstory erleben können. Das Game beschäftigt sich mit dem Krieg im Norden zwischen Zwergen und Saurons Schergen, die parallel zu der Story von Frodo und seinen Gefährten abläuft.

Der Diener Saurons, sammelt im Norden von Mittelerde Scharen von bösen Geschöpfen zusammen, wie die bekannten Orks oder Goblins, aber auch neue Gegner, um eine riesige Armee zur Vernichtung aufzustellen. Im Kampf gegen das Böse, stellt sich ein ungleiches Trio aus Mensch, Zwerg und Elbin ihm in den Weg und sie schaffen einen kleinen Lichtblick im Mitten der Hoffnungslosigkeit.

Im Verlauf des Spiels bekommen die drei Helden immer wieder neue tatkräftige Unterstützung von anderen Verbündeten. Zu Beginn des Spiels entscheidet ihr euch für einen Charakter, drei stehen euch zur Auswahl. Ihr startet in einer Stadt namens Bree und dort erhaltet ihr einen Auftrag, den ihr von einem „alten Bekannten“ auch Aragon genannt… bekommt. Er bittet euch den Feind abzulenken, damit Frodo und seine Freunde sicher weiter reisen können.

Koop-Modus oder Singleplayer?
Schon nach wenigen Spielminuten wird klar, dass “Der Herr der Ringe“ auf Koop ausgelegt ist. Selbstverständlich könnt ihr auch alleine in die Schlacht ziehen, die zwei übrigen Charaktere werden dann vom Spiel gesteuert. Allerdings befindet sich hier auch ein Haken, eure Computerkameraden unterstützen euch zwar im Kampf, Zaubern ein wenig und tun alles was dazu gehört, aber wirklich intelligent sind ihre Handlungen nicht. Wenn ihr von einer Horde Gegner umzingelt seid, merken die Computergegner das leider manchmal etwas zu spät. Mit echten Freunden könnt ihr euch absprechen und die schwierige Situation wird sofort entschärft, denn etwas Hilfe schadet ja nie.

Spotlight auf die Charaktere und Ihre Entwicklung:

 

Andriel, die schöne Elbin zählt zu den Fernkämpfer. Sie kann Zauber wirken lassen um ihre Gefährten zu unterstützen oder den Gegnern zu schaden. Am effektivsten wird der Charakter aus der Ferne gespielt, da der Fernangriff mehr Schaden erzeugt. Aber keine Angst, ihr könnt euch auch im Nahkampf verteidigen.

Farin, der Zwerg stürmt in die Schlacht und metzelt alles was nach Ork oder anderen Gegner aussieht rücksichtslos nieder. Ein eindeutiger Nahkämpfer, der stets versucht mit seinen Waffen die Schlacht zu gewinnen. Jeder der sich ihm in den Weg stellt wird es schwer haben.

Eradan, der Mensch ist eine gute Mischung aus den bereits vorgestellten Charakteren. Entweder unterstützt er euch mit Zielgenauigkeit aus der Ferne mit Pfeil und Bogen oder er zieht an der Seite von Farin in den Nahkampf. Ein sehr flexibler Charakter, eignet sich insbesondere für Anfänger und Neueinsteiger oder für entscheidungsunfreudige Spieler ;).

Damit eure Charaktere stetig Stärker werden, stehen euch drei Talentbäume mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten zur Verfügung, die ihr euch aneignen könnt.

Bei jedem Level –Aufstieg bekommt ihr Punkte, mit diesen könnt ihr neue Fähigkeiten erlernen oder alte verbessern. Ebenfalls erhaltet ihr bei jedem Level-Aufstieg Punkte, um eure allgemeine Charaktereigenschaften zu verbessern, wie zum Beispiel die Geschicklichkeit, die Stärke oder die Ausdauer.
Ihr könnt also eure Charaktere nach euren Wünschen anpassen. Aus anderen Spielen ist man zwar umfangreichere Anpassungsmöglichkeiten der Charaktere gewohnt, aber es ist ausreichend.
Wer seinen Spielcharakter ändern möchte, kann das immer vor Beginn eines jeden Spielabschnitts verändern.

Die technische Seite von Herr der Ringe – Krieg im Norden.
Grafisch kann “Herr der Ringe“ leider nicht überzeugen. Die einzelnen Schauplätze sind zwar nett in Szene gesetzt, es fehlt aber die Liebe zum Detail. Alles in allem wirken die Level etwas schwammig.  Es treten gelegentlich Grafikfehler auf und etwas ruckelig kann es auch mal werden.
Der Sound an sich ist okay, aber die Synchronstimmen sind schlecht gewählt und Bild und Ton stimmen nicht immer überein. Schade, denn aus der Geschichte an sich hätte man viel machen können. Der Spielspaß wird jedoch nur gering gestört, da das Hauptaugenmerk auf das Gemetzel und Teamwork gerichtet ist.

Patch notwendig!
Einen großen Minuspunkt bekommt der “Herr der Ringe – Krieg im Norden“ von uns, da definitiv ein Patch notwendig wäre. Denn es gibt große Probleme beim Speichern im Koop-Modus.
Teilweise kann der Partner seinen Spielstand nicht speichern, da der Charakter angeblich noch in einem anderen Level ist, obwohl dies gar nicht der Fall ist. Kommt dieser Fehler vor, ist das weiterspielen gehindert, da man einfach nicht mehr speichern kann. Viele Spieler haben aus diesem Grund vorübergehend mit dem Spielen aufgehört und warten sehnsüchtig auf ein Update.

Level werden teilweise komplett wieder auf Level 1 herunter gesetzt und man müsste von vorne aufleveln,  Fähigkeiten erlernen und aufwerten. Die ganze Arbeit also umsonst, verständlich dass da der ein oder andere Spieler keine Lust drauf hat.  Aber nicht nur Speicher-Probleme im Koop-Modus sind vorhanden, Gegner können auf einmal nicht mehr besiegt werden, Codes können nicht eingelöst werden und andere Dinge passieren. Wie ihr lesen könnt, ist ein Patch mehr als notwendig. Selbstverständlich hoffen wir, dass ihr diese Probleme nicht habt und euren Spielspaß in vollen Zügen genießen könnt. Und wir hoffen bald mit einem Patch, ohne weitere Probleme Orks, Spinnen und andere Kreaturen mit unseren Freunden bekämpfen zu können und um Mittelerde zu retten.

Fazit:
Alles in allem ist “Der Herr der Ringe – Krieg im Norden“ ein gutes Game, das im Mehrspieler-Modus sehr viel mehr Spaß macht, als im Singleplayer-Modus. Die Geschichte ist neu und spannend, wenn man die Bücher noch nicht gelesen hat. Teamwork und große Schlachten mit viel Gemetzel sind abwechslungsreich. Ein kleiner Patch von Seiten Snowblind´s wäre wünschenswert und die Schlacht um Mittelerde könnte ohne Probleme gestartet werden.

von Isabell