mehr als nur verspielt.

Perona 4 - Zum fröhnlichen Selbstfindungstrip

Archiv-Artikel vom 22. Juni 2009. Spiegelt den Stand von damals wider, nicht die heutige Meinung.

Perona 4 - Zum fröhnlichen Selbstfindungstrip

geschrieben von Nina
5 Min. Lesezeit

Mal ganz vorne weg: Ich bin erst bei knapp der Hälfte des Spiels angekommen. Im Spiel ist es Juli. Wer Persona kennt, weiß, das ist noch nicht weit. Denn die Grundspieldauer lautet: Ein japanisches Schuljahr. Von April bis April. Innerhalb dieses Zeitraums findet das Spiel statt und zwar nicht zu knapp. Du bist der Held mit einem selbstgewählten Namen und hast nicht nur deinem Schulalltag, auch Freundschaften, Liebschaften, einen Nebenjob zu managen, sondern nebenbei ist die Rettung der Welt auch noch deine Aufgabe. Hä? Japp, genau. Klingt stressig - ist es auch.

Ich bin wie gesagt noch nicht so weit und kann meine Mädels und Jungs, also meine Freunde, schon nicht mehr  gescheit koordinieren. Da helfen auch Excel-Listen, wer wann Bock hat, mit dir was zu unternehmen, kaum noch weiter, denn ich muss ja auch noch schnellstmöglich zusehen, dass meine Intelligenz jetzt ganz flott den nächsten Level erreicht, weil ich sonst beim nächsten Prüfungsmarathon verkacke.

Aaaaaaargggggghhhhhhh!!!!!!!!!
So ungefähr hört sich dann ein typischer Zock-Abend mit Persona 4 an. Im Prinzip nach Persona 3 (fast) gleich geblieben. Obwohl ich jetzt eine zusätzliche Charaktereigenschaft zusätzlich pushen und mein Geld nun auch noch nach der Schule - meistens abends - verdienen muss. Denn man findet in den Dungeons nicht mehr so die dicke Kohle wie in Teil 3 und die Preise beim örtlichen Waffendealer sind, gelinde gesagt, Wucher!

So genug gemeckert. Denn Persona 4 hat absolut auch tolle Seiten an sich: Man kann nämlich nun auch Aktivitäten machen, bei denen zwei oder mehrere Charakter-Parameter gestärkt werden. Und die Social-Links gehen auch bei fast jedem Event hoch. Ganz wichtig ist es, dass man sich gut um seine “Gefährten” kümmert, denn deren Social Links muss man aufs Maximum heben, um in den Genuss der starken Personas zu kommen.

Überhaupt die Personas: Während in Persona 3 unsere Party-Mitglieder ihre Personas quasi schon immer hatten, müssen sie sich diese nun redlich verdienen. Bevor ich aber hierzu weiterschreibe erstmal eine MEGA SPOILER WARNUNG!!!!!!!! Denn ALLES, ausnahmslos ALLES, was ich ab jetzt schreibe enthält leichte bis mittelschwere SPOILER!

Also wer nun aussteigen will, der sollte jetzt ganz schnell woanders hinklicken.

So.
Weg? Gut, jetzt sinn mer unner uns!
Im Prinzip geht es darum, dass man sich seiner eigenen Seele stellen muss. Gut, das ist jetzt kein soooo großes Geheimnis, da man schon nach einer knappen Spielstunde mit diesem essenziellen Spiel-Aspekt konfrontiert wird. Aber der Reihe nach.

Die Grundstory kurz und knapp: Im Dorf Inaba, in welchem der Hauptcharakter ein Schuljahr verbringt, häufen sich mysteriöse Entführungs-/Mordfälle. Nachdem dann auch noch Highschooler ins Fadenkreuz des Mörders geraten, findet sich eine kleine Gruppe zusammen, um der Polizei beim Lösen Falles zu helfen. Per Zufall finden wir schnell heraus, dass das Fernsehen, bzw. das Fernsehgerät als “Tatwaffe” herhält. Und zwar, in dem Sinne, dass die Opfer IN den Fernseher geworfen werden, und dort ihrem “dunklen” Persönlichkeitsteil begegnen. Wenn diese Persönlichkeit dort als “nicht-existent” verleugnet wird, stirbt man.

Vorab kann man die Opfer im sog. “Midnight-Channel” beobachten. Dieser ominöse TV-Kanal wird immer nur mitternachts, während es regnet (!!!Das Wetter spielt in diesem Teil eine essenzielle Rolle!!!) “gesendet”, bzw. er erscheint einfach aus dem Nichts heraus.
Bei einer dieser Midnight-Channel Sessions stellen wir fest, dass wir in den Fernseher einsteigen können, und betreten dort die “TV-World” - die Welt hinter der Television!
In dieser TV-Welt lernen wir zunächst den dort lebenden Teddie kennen, ein sprechender, blauer Bär, welcher uns für die Mörder hält. Um ihm zu beweisen, dass wir NICHTS mit den Entführungen und Toten zu tun haben, nimmt er uns das Versprechen ab, den wahren Täter zu finden - Kunststück, das wollen wir ja eh.

Ab jetzt wird es interessant. Denn die zweite Begegnung in der TV-Welt ist die mit unserem anderen Selbst. Diese Begegnung kommt nicht ohne den “ultimativen” Boss Kampf aus, an dessen Ende wir unsere Persona erhalten, bzw. unsere Kampfgefährten, denn wir, als der Protagonist, besitzen natürlich die “Wild Card”, welche uns ermöglicht ohne weiteres eine ganze Batterie an Personas zu rekrutieren, und wir haben unsere Stammpersona auch gleich ohne jegliche Anstrengung im Portfolio.
Nun geht also das Spiel erst richtig los, ich kann ab jetzt nach der Schule entweder in der TV-Welt investigativ tätig werden und Dungeons absolvieren, mich um die diversen Social Links kümmern oder einen Schüler-Job annehmen und Geld verdienen.

Es zieht sich durch das gesamte Spiel, dass wir die Entführten aus den Dungeons retten müssen, welche ihr verleugnete Seelenwelt widerspiegeln, die recht fantasievoll in Szene gesetzt wurden.
So residiert unsere Kameradin Yukiko in einem Schloss, der Unterstüfler Kanji nistet sich in einem traditionellen japanischen Badehaus ein, Rise wiederum räkelt sich in einem Stripteaseschuppen an der Stange. Es gibt auch einen, wie ich ihn nenne, “8-Bit-Dungeon”, der an die ganz frühen Adventures auf Commodore und Amiga erinnert. Aber sehr viel weiter bin noch nicht gekommen. Haben wir die Persona des Opfers befreit und hat sie sich mit ihr verbunden, können wir diese Person als neues Partymitglied aufnehmen. Denn wie auch im vergangenen Persona 3 sind Helden ausschließlich Schüler - mit der Ausnahme von Teddie, unserem knuffigen Guide through TV World!

Worüber ich mich sehr in diesem Persona gefreut habe, ist, dass der Charakter Kanji, der zwar nach Außen hin den harten “Schlägertypen” gibt, jedoch nur um seine latente Homosexualität zu verdeckten oder zu verleugnen. Dazu muss ich sagen: Atlus - top! Ich wartete schon längere Zeit, darauf, dass auch mal bi- und homosexuelle Charaktere ihren Weg in die Games finden (zumindest in die Blockbuster der Konosolenspiele). Obwohl man sich bei MMOs selbst entscheiden kann mit wem und wann und überhaupt. Aber in einem “vorgebenen” Spielverlauf der, ich sag mal,  stationären Games habe ich das noch nicht erlebt. Noch schöner wäre natürlich ein offen schwuler oder lesbischer Charakter gewesen, aber die Revolution beginnt meist mit kleinen Schritten.

Neben diesen bahnbrechenden Storyelementen macht der durchweg passende Japano-Soundtrack das Spiel erst richtig rund. Wie gut, dass 24 der insgesamt 52 Titel bereits mit dem Spiel auf CD mitgeliefert wurden. Japp, genau das läuft seit schon gut 2 Monaten in Heavy Rotation in meinem Auto-CD-Player.
Abschließend gibt es für mich nur noch einen Satz zusagen: All my thumbs up for Persona 4!

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Persona 2: Innocent Sin - PSP Remake

Braucht ihr neues Futter für eure PSP? Dann schaut euch '' Persona 2: Innocent Sin'' von Atlus genauer an. Das japanische RPG ist bereits am 4. November als Collector's Edition im Handel erhältlich und entstammt dem Klassiker für die PS one, das hierzulande leider nie erschien. Der Remake befasst sich mit der Vorgeschichte zum Persona 3 Portable, für eingefleischte JRPG-Fans also ein Muss. ''Persona 2: Innocent Sin'' enthält eine komplett neue Benutzeroberfläche und neue Charakterporträs. Eine besondere Option im Spiel ist das Wechseln zwischen dem Original-Soundtrack und dem neuen Soundtrack. Atmosphärisch bietet die Geschichte viel Spannung, vor allem dreht sich hier alles um einen Fluch, der die Stadt Sumaru heimgesucht hat. Erzählungen und Gerüchte werden wahr, so auch die Existenz von Joker, einer mysteriösen Gestalt, die allen einen Wunsch erfüllt sobald sie ihre eigene Handynummer anrufen. Wer seinen Wunsch nicht äußert oder gar verweigert, dem wir die Idealenergie entzogen und diese Menschen wandern wie leblose Hüllen umher... Andersrum könnt ihr diesen Fluch auch zu eurem Vorteil nutzen, in dem ihr euch etwas herbeiwünscht, was euch bei der Lösung helfen könnte. Im Spiel klärt ihr nicht nur diesen Fall auf, ihr bekämpft Dämonen oder schließt mit ihnen ein Bündnis ab. Einen sehr schönen animierten Kurzfilm könnt ihr euch im Trailer anschauen.

25. Oktober 2011 · Dai-Lee

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27. August 2009 · Nina

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Hands On: Just Dance

Es gibt mal wieder ein Tanzspiel. Aber ohne Tanzmatte. Und nicht von Konami. Derer gibt es nicht so viele oder zumindest stehen sie im Schatten des großen Dance Dance Revolution. Ubisoft wagt in diesem Herbst dennoch einen Ansturm auf den Platzhirsch und bringt das Spiel Just Dance für die Wii heraus. Was ist das Besondere an Just Dance? Das Spiel kommt ohne Hilfsmittel wie einer Tanzmatte aus, denn Ihr sollt nicht einfach im Rhythmus der Songs Pfeile mit den Füßen treffen, sondern Ihr setzt Euren kompletten Körper ein, um die von Profis erdachten Choreographien nachzutanzen. Dabei wird über die Wiimote Eure Armbewegungen registriert mit der sich dann der Punktestand errechnet. Das heißt also im Klartext: Ähnlich wie in der Tanzschule habt Ihr einen Vortänzer auf dem Bildschirm, dem Ihr alles nachmachen sollt. Das bietet auch die Möglichkeit Eure Tanzschritte zu verbessern und eventuell auch neue Figuren dazuzulernen. Echter Fun mit Mehrwert ;) Ihr dürft unter anderem zu folgenden Musikstücken eine kesse Sohle aufs Parkett legen: Cyndi Lauper: Girls Just Want to Have FunTechnotronic: Pump Up the Jam MC Hammer: U Can't Touch This Deee-lite: Groove Is in the heart Blur: Girls & Boys Katy Perry: Hot N Cold (Rock Version) uvm. Das Spiel enthält über 30 lizenzierte Musikstücke und einen Partymodus für bis zu 4 Spieler, die sich einen waschechten Dance-Battle liefern dürfen. Ich konnte das Spiel schon selbst antesten auf der diesjährigen gamescom in Halle 7 am Ubisoft-Stand und geriet dabei schon ganz schön ins Schwitzen, denn es verlangt wirklich viel an Körpereinsatz. Der Schwierigkeitsgrad hält sich absolut in Grenzen, wenn man also kein totaler Bewegungslegastheniker oder Tanzmuffel ist, findet man schnell ins Spiel und wird abhotten bis der Arzt kommt. Mir als heimlicher Tanzmaus machte es sehr viel Spaß, auch wenn ich nach der Session aus der Puste war und eigentlich in ein Sauerstoffzelt hätte eingeliefert werden müssen. Mein Fazit zu diesem Spiel: Wer das Pfeiletreten satt hat, der wird mit diesem Game sehr zufrieden sein. Unten noch der aktuelle Trailer, der Lust auf mehr macht ;) In meinem anderen Preview zu Your Shape schrieb ich über die neue Kamera von Ubisoft für die Wii. Eigentlich hätte man auch für Just Dance diese Cam einsetzen können, denn es wäre geradezu dafür prädestiniert gewesen. Schade eigentlich, aber es besteht immer noch die Möglichkeit eines zweiten Teils.

1. September 2009 · Nina

Von derselben Autorin, kurz danach

Reviews

Silent Hill Homecoming

Ich bin frustriert. Richtig, richtig frustriert. Und traurig und wütend. Ich wurde verlassen. Es wurde eine Beziehung beendet, die mehr als zehn Jahre angedauert hatte. Silent Hill war für mich bisher im Survival Horror Genre meine Lieblingsreihe, ich finde sie auch immer noch ein Zacken geiler als Resident Evil. Es hatte diesen subtilen, kaum merklichen, aber unaufhaltsamen Schrecken. Keine plakativ gesetzten Schockmomente, bzw. waren diese in der Minderheit, aber dafür gut platziert. Es hat auch immer mehr auf die psychologische Schiene gesetzt. Der Horror ist in Silent Hill immer unterhalb der Oberfläche geblieben, aber mich als Spieler wie Treibsand stetig weiter hinab gezogen, bis ich komplett im Abgrund verschwunden bin. Irgendwo hat mal ein kluger Kopf geschrieben, Silent Hill sei weniger Horror als Terror. Dieser Mensch hat da meiner Ansicht nach genau ins Schwarze getroffen. Die Geschichten um das kleine Städtchen wanden sich meist zwischen Studie der seelischen Abgründe eines Menschen und tieftraurigen Familien- und auch Liebesgeschichten. Zumindest haben mich die Stories in meinem Herzen berührt und gleichfalls entsetzt. Ich erinnere mich zum Beispiel an James, dessen Frau starb und der in Silent Hill eine Frau kennenlernte, die seiner bis aufs Haar glich. In die er sich wohl verliebte und doch irgendwann erkennen musste, dass sie nichts weiter war als eine Projektion seines schuldigen Gewissens, denn er war der Mörder seiner „echten“ Frau. Silent Hill ist mir von Anfang ans Herz gewachsen. Schon als ich mit Harry Mason auf die verzweifelte Suche nach seiner Tochter in den verpixelten Gassen ging und dies setzte sich bis hin zum vielfach verprellten vierten Teil fort. Auch Teil 4 der Serie fand ich noch gelungen, obwohl viele Andere am Spielprinzip (Geh durchs Loch im Zimmer, komm woanders raus!) und dem Gameplay ….. mäkelten. Bei Origins fingen die Probleme für mich an. Die nicht verfügbare Einstellbarkeit des Schwierigkeitsgrades hat mir zunächst zu schaffen gemacht. Story und Setting waren hier noch super, doch mir mochte das Besiegen der Gegner schwer von der Hand gehen. Allerdings konnte ich mir mithilfe des Netzes ein paar gute Tipps holen und wusste später im Spiel dann auch, dass man mit den Fernsehern, Schreibmaschinen und diversen Flaschen den Lying Figures und Krankenschwetsern bestens beikommen kann, sofern man sich klug und geschickt an sie heranschleicht. Also lösten sich meine anfänglichen „Schmerzen“ in Wohlgefallen auf und ich konnte es durchspielen. Doch dann…. Dann kam Homecoming. Wie hatte ich es gespannt erwartet. Jeden Schnispel, jeden kleinen Trailer, jedes Bildchen, jeden Vorbericht habe ich in mich aufgesogen und platzte fast vor Freude als ich es endlich selbst in Händen hielt und nur noch eins wollte: DURCHZOCKEN! Aber welch Schmach erfuhr ich. Zunächst war meine Hoffnung auf einen „Easy Mode“ zunichte gemacht worden, allerdings war es möglich wenigstens zwischen „normal“ und „hard“ zu wählen. Wird ja nicht soooo schlimm werden dachte ich noch naiv. und im ersten Spielabschnitt im Alchemilla Krankenhaus lief es auch noch recht rund. Die Steurung wurde mit zunehmenden Spielverlauf mehr und mehr zum Ärgernis! Mein lieber Protagonist hat sich nicht so „kampferprobt“ gezeigt, wie er ausgelobt wurde. Nein, schlimmer noch, ich empfand ihn als träge, lahme Ente, die erst aufs Ausweichen-Kommando reagiert, wenn es schon zu spät ist und er am Boden liegt. Behäbig trollte er sich weg vom Gegner, doch bevor ich dann auch nur einen ansatzweise gescheiten Angriff platzieren konnte, ging ich schon wieder in die Knie. Ich habe das Gefühl, dass je mehr die Figur an Trägheit zunahm, die Gegner das Doppelte an Geschwindigkeit erlangten und mir schon nach zwei Schlägen fast dreiviertel der Lebensenergie raubten. Wie konnte das passieren? Mir? Einem Fan der ersten Stunde? Noch dazu geizte der Entwickler derart mit den Heilitems und Munition, dass ich mehr als einmal in Ecke hätte kotzen können. Als ich mich dann dem „Marionetten“-Endgegner gegenüber sah, war es endgültig vorbei. Alle meine Reserven verbraucht, den Tod ca. 10 mal in Kauf genommen. Ich wollte, ich konnte nicht mehr. Ich schrie und tobte. Ich pfefferte letztendlich das Spiel und fast auch den Controller mit einem Ausbruch meiner Gefühle: „UNSPIELBAR!!!!!!“ in Ecke. Jetzt siecht es als Makel meiner Selbst im Schrank vor sich hin. Ich will es nicht mehr anfassen. Aber ganz von ihm konnte denn auch nicht lassen. ich wollte wissen - wie geht es weiter? Was passiert nach diesem für mich unbezwingbaren Boss? Ich suchte in Youtube und Co. nach einem „Videowalkthrough“, na ja weniger einem Walkthrough als einem dokumentierten Durchspielen. Ich wurde auch fündig und wollte wenigstens aus der Perspektive des nutzlosen Zuschauers die Story genießen. Wollte wissen, findet Alex seinen Bruder Josh? Kann er ihn retten und seine ganze Stadt? Oder wird sich ein schreckliches Geheimnis lüften, dass mich schockiert und den Tränen nahe bringen kann? Vielversprechend war sie ja, die Story. Alex kommt von einem Einsatz als US-Soldat zurück in sein Dorf Shephards Glenn und wird geplagt vom Alptraum, sein Bruder sei entführt und in Gefahr. Er findet seine Mutter halb verwahrlost und geistig völlig apathisch in seinem Elternhaus und muss erfahren, dass ihn seine Träume nicht getrogen haben. Josh ist verschwunden und sein Vater auch! Alex’ Ma nimmt ihm das Versprechen ab, beide – Vater und Bruder – wieder zurückzubringen. Und er erfährt mit jedem Schritt auf seinem Weg, dass er in den gefürchteten Ort Silent Hill Antworten und die Vermissten finden möge. So viel zur knappen Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte. Und ich stellte mich auf alles Möglich ein. Wieder auf den subtilen, unterschwelligen Psychothriller, der mich in die Tiefen der zerbrechlichen Stille in Silent Hill führt, wie so oft schon davor. Doch eines hatte ich nicht erwartet. Ich hatte nicht erwartet, dass der amerikanische Entwickler meinte gegen Ende des Spiels auf einmal meinte auf billige Schock- und Splatterelemente im Stil eines „Hostel“ zurückgreifen würde und die gesamte bis dato aufgebaute Spannung mit einem Mal zu vernichten. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich spreche hier einzig und allein über meine subjektive Empfindung. Mag sein, dass Ihr meine Ansicht nicht teilt. Dass Ihr gut fandet, was das Spiel geboten hat. Ich war einfach nur enttäuscht. Einzig Akira “the god of music” Yamaoka machte mit seinem wieder mal beeindruckenden Soundtrack alles richtig. Und so habe ich meine Internetverbindung gekappt, die Videos waren geschaut, und ich habe mir meine gesammelten Silent Hill Soundtracks angehört. Dabei waren mir die Tränen dann wirklich in die Augen gestiegen, denn ich musste feststellen, dass meine Lieblingsspielreihe auf dem Survival Horror Sektor mit mir Schluss gemacht hatte. Und das auf die brutalstmögliche Art, wie es ein Spiel kann. Indem es mich wie einen Blödmann hingestellt hat, der die super-super innovative Steurung nicht kapiert und damit nicht umzugehen weiß. Der nicht schätzen kann, dass damit der „Level“ des Spielens neu definiert wurde und der nicht mit in Lobgesänge der Kritiker miteinstimmen will. Ich frage mich auch heute noch: Welches Silent Hill Homecoming haben die Gametester der Spielezeitschriften eigentlich gespielt? Es kann nicht dasselbe sein, das ich in der Hand hatte. Denn dieses Spiel hat Silent Hill für mich gämnzlich verdorben. Wir sind ab jetzt geschiedene Leute. Doch gebe ich nicht die Hoffnung auf. Ich hoffe darauf, dass beim nächsten Teil, so denn noch einer kommt, meine alte Begeisterung zurückkehrt, dass wir uns aussöhnen können und dieses Debakel mit einem Lächeln vergessen werden. Und dass wird wieder zur Blüte unserer Beziehung zurückkehren können, vergeben und vergessen. Friede sei mit Dir, du kleine, schrecklich-schöne Stadt, die mich oft begeisterte, noch öfter mit Schauern an sich fesselte und mir die größtmögliche Interpretationsfreiheit über die psychische Verfassung der Charaktere, das Erscheinungsbild der Monster und dem Hintergrund bat.

2. April 2009 · Nina

Von derselben Autorin, kurz danach

Reviews

Resident Evil 5 - Eine Safari

Okay, eins vorneweg: Wir haben das Spiel mittlerweile zu Ende gespielt - wie viele Andere von Euch sicher auch. Mit ca. 12 Stunden nach dem ersten Durchspielen ist es nicht unbedingt viel kürzer als Resident Evil 4, aber auch nicht unbedingt länger. Doch das Zeitgefühl ist eh ein Subjektives und je nach spielerischen Fähigkeiten unterschiedlich Also ich gebe zu: Ich brauche schon was länger als Andere, keine Frage. Auch anderweitig fühle ich mich oft an Resident Evil 4 erinnert. Oft kam es mir vor, dass ich eine Location betrat und dachte: Huch, das kommt Dir jetzt irgendwie bekannt vor. War zwar an einer anderen Stelle im Spielablauf und auch die Landschaft war entsprechend eine andere, ABER….. Wobei das nu nicht schlecht ist, mir fällt es eben auf, weil ich den vierten Teil fast auswendig aufsagen kann. Und zurück zum Spiel. Die Steuerung hat sich auch leicht verändert, für ein altes Gewohnheitstier wie mich, eine halbe Katastrophe. Aber man kann sie Gott-sei-dank einigermaßen den eigenen Vorstellungen anpassen. Nur dass ich jetzt mit dem X-Knopf rennen, mit R1 schieße und mit Quadrat andere Aktionen auszuführen muss, dafür brauchte ich schon eine geraume Weile zur Umgewöhnung. Doch mit der Zeit klappt auch das immer besser. Munitionsmangel ist auch an der Tagesordnung. So wie in den meisten neuen Games. Das auch nur eines der ganz, ganz wenigen Dinge, die mich im Spiel aufgeregt haben, denn ansonsten läufts doch ganz gut für uns, oder? Meine liebe KI-Partnerin stellt sich recht ordentlich an, die Gegner sind nicht unbedingt doof, aber bezwingbar. Auch wenn ich bei den dickeren Exemplaren doch schon des Öfteren mal selbst auch über die Wupper springe. Aber ich finde es hier mal nicht so unfair, wie in Silent Hill Homecoming. Aber der Abgesang auf diese grandiose Spiel-Reihe hatte ich ja schon an einer anderen Stelle aufgegriffen (und das von einem Fan der ersten Stunde!). Es geht hier schließlich um Chris, Sheva, der durchgeknallten Excella, des mehr als größenwahnsinnigen Wesker und …. Nee das verrate ich hier dann doch nicht, schließlich will ich mich nicht als Spielverderber beschimpfen lassen Nur so viel: Es ist ein altbekanntes Gesicht. Jetzt aber nochmal zurück zum Gameplay. Wie oben erwähnt, muss ich alte, verwöhnte Schnute die neuen Knöppchen erst mal erlernen, was mit meinen 26 Jahren auf dem Buckel gar nicht mehr so einfach ist. Unter den Gamern zählt Meinereiner auch schon zu den “Jungsenioren”. Und da ich durch Dead Space auch ganz gespoiled bin, vermisse ich die formidable Erfindung von “walk & shoot”. Hier heißt es immer wieder wegrennen, hinstellen, in Position bringen, zielen, schießen. Dass mich währendessen schon wieder eine Horde Gegner umsäumt macht es nicht gerade einfacher. Da bricht dann häufig auch mal Hektik aus und ich weiß nicht mehr auf wen ich eigentlich zuerst schießen sollte. Mal ganz zu schweigen davon, dass bei dem ganzen Hin- und Her dann auch die Orientierung flöten geht: “Wie? Hä? Wo muss ich nochmal hin? Was? Warum bin denn jetzt hier gelandet?” Und so weiter…. Dennoch auch daran gewöhnt man sich, vor allem wenn einem der “kleine Helfer” von hinten die Karte liest und zackig die Kommandos: “rechts - links- nein nochmal zurück, Du Depp bist dran vorbei gelaufen - jetzt dreh Dich doch nochmal nach Osten, ähh ich meine die Karte. So. Jetzt weiß ich, wo Du hin musst…” ins Ohr brüllt. Das bringt auch Schweißperlen auf die Stirn So wie der Soundtrack, der sich vom gruselig-atmosphärischen Orchester der ersten drei Spiele zum actiongeladenen Blockbuster Gedröhn von Spiel 4 und 5 mutierte. Ich weiß noch, wie mir früher die Schauer über den Rücken jagten, wegen dieser unglaublich subtil-hitchcockesken Horror-Musik in den Teilen 1 bis 3. Nun hat sich das gewandelt, die Musik ist teilweise so rasant, dass es mich beinahe aus dem Sessel hebt. Das ist nicht gerade praktisch, wenn man sich dem Ober-Endboss gegenüber sieht und vor lauter Stress saublöde Fehler macht und hirnlose Tode stirbt. Daher ist es ganz gut, dass man die Hintergrundmusik auf ein Minimum runterschrauben kann. So bleibt mir wenigstens der Herzkasper erspart. Doch im Großen und Ganzen ist Resident Evil ein geiles Spiel! Schon allein, dass Du Dir Unterstützung aus dem Netz oder direkt neben Dir auf dem Sofa holen kannst, ist eine Wahnsinns-Option, wobei ich jetzt schon wieder daran denke, mir ein Headset zu besorgen, um auch mit dem Koop-Partner aus Hintertupfing die Taktik besser abstimmen zu können. Das macht vor allem beim “Söldner” Spiel sau viel Spaß und bringt Dir ne Menge, weil Du manchmal vor lauter Majini den Uruboros nicht mehr siehst. So wird es dann auch leichter,die diversen Extras abzuräumen. Gerade wenn sich Jemand einklinkt, der das Spiel schon mal durch hat und unter Anderem weiß, wo sich die BSAA Embleme verstecken, die man selbst ums Verrecken nicht gefunden hat. Auch die Grafik ist der Oberhammer. Seit ich mit Chris das erste Mal durch das Spencer-Herrenhaus gekrabbelt bin, hat der Mann von den Chara-Design-Spezies ein paar mehr definierte Muckies an Armen und Nacken verpasst bekommen. Er wirkt insgesamt etwas “pompöser” und “aufgepumpter” als früher. Ebenso der zerzauste Look und der Drei-Tage-Stoppelbart stehen ihm ganz gut, obwohl mir der glatt rasierte Typ dann persönlich doch besser gefällt. Aber das sind lediglich Haarspaltereien. Alles in Allem ein defintiv sehr geiles Game, zum Immer-Wieder-Zocken. Wir gehen momentan gerade Runde drei an

6. April 2009 · Nina

Von derselben Autorin, kurz danach

Reviews

Mystery Case Files - MillionHeir

Es ist dunkel im Büro. Mein Kaffee dampft vor sich hin. Mein letzter Fall beschäftigt mich immer noch… ihr müsst wissen: ich bin nicht nur GamerGirl sondern auch ein Meisterdetektiv *hust* Es war an einem späten Abend, als ich nach Hause ging und mein treuer Informant mir einen Nintendo DS übergab… mit meinen bisher schwersten Fall. Ich ging sogleich mit schnellem Schritt nach Hause. Maximilliam $ Mammon, der stinkreiche Millionär, verschwand eines Tages und nun soll ich dem wahren Geschehen auf die Schliche kommen. Sein Büro war wüst, überall lagen irgendwelche Dinge rum und ich durchforstete alles was auf dem Weg lag. Ich fand ein paar Fotos mit denen Max zu tun hatte, diese Personen kannte er also… hm… merkwürdig… ich fragte mich in welcher Verbindung sie zueinander standen. Also machte ich mich auf den Weg um die Verdächtigen zu befragen, vielleicht haben sie etwas mit dem Verschwinden zu tun? Einige von ihnen besuchte ich am Arbeitsplatz. Mein Gott, auch hier waren die einzelnen Orte unordentlich, scheinbar alles Messies. Gegenstände die noch nicht mal zueinander passten lagen drunter und übereinander. Zum Glück hatte ich eine Liste… eine sehr lange Liste… mit den zu suchenden Objekten. Ich habe zum Glück auch immer eine Taschenlampe, eine Röntgenbrille und eine Taucherbrille dabei… haha Taucherbrille. Jaah, sowas habe ich manchmal gebraucht, wenn ich Dinge unter Wasser aufspüren musste Die gesuchten Gegenstände waren überall versteckt und manchmal ja… da musste ich meine Röntgenbrille aufsetzen um Dinge hinter anderen Dingen zu finden^^. Was für ein Durcheinander sag ich euch. Ich fand nicht immer auf Anhieb die gesuchten Sachen, also nahm ich mir manchmal Hilfe… nur waren die Hinweise natürlich sehr begrenzet Auf niemanden ist Verlass Von Fall zu Fall wurde es schwieriger. Doch ich liebe ja meinen Job, wie kann ich auch anders bei den unordentlichen und doch so liebevoll zugemüllten Orten? Ich hatte wirklich Spaß am Lösen der Suchaufgaben und fand es schade, dass ich den Fall schon fast nach 5 Stunden gelöst habe…. Ihr fragt mich wie man den DS zum Lösen der Fälle benutzt? Ach, um ein Detektiv zu sein braucht man nur seinen Stylus und ganz selten das Steuerungs-Pad. Manchmal muss man auch den Staub mithilfe des DS-Mikros wegpusten… Fazit des Tages Das Leben als Detektiv ist nicht immer spannend, erst recht nicht wenn man immer die gleichen Orte durchforsten muss… Wirklich beklagen kann ich mich aber nicht. Der Job macht durchaus sehr viel Spaß und der Preis für die ständige Suche nach Gegenständen lohnt. Probiert es doch auch mal aus! Dank Wiederspielwert spiel ich jetzt regelmässig Spürnase - vielleicht auch mal im Meisterschnüfflermodus, losgelöst von der Story.

11. März 2009 · Dai-Lee

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