Professor Layton und der Ruf des Phantoms

Professor Layton und der Ruf des Phantoms

19. Dezember 2011 - 09:00 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wo immer der schlaue Professor Layton auch auftaucht, dort werden garantiert knackige Rätsel geboten. Im vierten Teil liefert Level 5 ein aufregendes Rätsel-Abenteuer für den Nintendo DS-Besitzer und bringt die grauen Zellen auf Hochtouren. Die Geschichte spielt drei Jahre vor “Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“. Wer wissen möchte, wie der findige Professor seinen Assistenten Luke kennen gelernt hat und was es mit der alten Legende um das zerstörerische Phantom auf sich hat, darf sich das Spiel ,,Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ nicht entgehen lassen.

Ein mysteriöser Flötenspieler
Nach einer alten Legende rief ein kleines Mädchen mit Hilfe der verzauberten Flöte ein mysteriöses Phantom zur Hilfe, das die Feinde aus dem Dorf in die Flucht geschlagen hat. Wer diese Flöte allerdings missbraucht, so wird nach der Prophezeiung die Welt untergehen. In der malerischen Kleinstadt Misthallery passiert ein Unglück nach dem anderen, das Phantom wütet seit einiger Zeit in der ruhigen Siedlung und zerstört alles was ihm in den Weg kommt. Eines Tages bekommt der Professor einen mysteriösen Brief in die Hand, der ihn direkt zum Unglücksort führt und dort trifft er auf das Orakel. Zur Unterstützung wird ihm die Assistentin Emmy Altava zur Seite gestellt, die einige von euch womöglich aus dem Zeichentrickfilm ,,Die ewige Diva“ kennen werden.

Denkaufgaben, die unterhalten!
Bei 170 Rätsel-Aufgaben werden die Spieler nicht nur gefördert, sondern gefordert! Beim Durchlaufen der malerischen Umgebung erzählen euch die Dorfbewohner nicht nur witzige und unglaubliche Geschichten über die Legende, es wird auch viel Drumherum gequatsch, was den Spielfluss nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, die Bewohner haben hin und wieder Aufgaben für euch in petto und wer im Spielgeschehen weiterkommen möchte, kommt an der einen oder anderen Aufgabe nicht herum. So will ein Dorfbewohner zum Beispiel von euch wissen, ,,Wie ihr ein Schubkarren-Puzzle zusammensetzt“ oder ähnliche Kopfnüsse.
Die Rätsel unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Es können mathematische Aufgaben sein, Puzzleaufgaben, Denkaufgaben, Logikaufgaben und und und… . Viele davon habt ihr mit Sicherheit schon mal in einer anderen Form gehört oder gelesen. Da wäre zum Beispiel meine Lieblingsaufgabe: ,,Ein Löwe, zwei Schafe und drei Küken wollen über den Fluss, welches Paar darf zuerst rüber?“ und solche Ähnlichkeiten finden wir immer wieder.

Hinweismünzen
Für eingefleischte Münzensammler ist das Spielprinzip altbekannt, aber nochmal zur Erklärung: An jedem Ort findet ihr drei versteckte Hinweisweismünzen, die ihr gegen hilfreiche Tipps einlösen könnt. Wer sich also schon die Haare ausreist, kann für ein Rätsel bis zu vier Tipps einlösen, wobei der S-Tipp die entscheidende Lösung preisgibt. Das Problem ist also schnell gefunden, leider sinkt dafür eure Punktzahl. Die richtig schweren Aufgaben könnt ihr auch anhand der Punktzahl ablesen und die schwierigsten Rätsel haben immer 40-55 Punkte zu bieten.

Koffer auf!
Professor Layton hat immer seinen Koffer dabei, wer weit genug kommt, schalltet neben Rätsel-Aufgaben auch neue Bereiche im Koffer frei. So habt ihr nicht nur die Übersicht der Geheimnisse auf zehn Kapitel, es warten auf euch Minispiele, wie Eisenbahn, Aquarium und Puppenspiel, sowie ein Rätselindex, Laytons Notizen und die Episoden. Der Koffer ist quasi eine Zusammenfassung mit Speicherfunktion.

Wer unterwegs ein Rätsel nicht gefunden, verpasst oder aufgegeben hat, wird einer streunenden Katze über den Weg laufen, die alle Rätsel bereithält.

Animierte Sequenzen und Synchronstimmen
“Professor Layton“ gehört zu den wenigen Handheld-Spielen, die nach zahlreichen Ablegern immer noch die gleiche Qualität wie am Anfang abliefert. Neben der Story erwarten euch immer wieder spannende Zwischensequenzen in animierter Form, schon fast wie in einem richtigen Anime-Film. Was einem auch sehr viel Spaß bereitet, ist nicht nur das Mitlesen der Passagen, sondern die hervorragenden Synchronstimmen, die besonders gut zu jedem einzelnen Charakter passen. Obwohl die Hintergrundmusik angenehm wirkt, kann man sie auch beim Rätseln getrost ausschalten, damit man sich besser konzentrieren kann.

Fazit: An kalten Wintertagen macht das Rätsel-Abenteuer “Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ eingekuschelt wahnsinnig viel Spaß. Das umfangreiche Spielerlebnis bietet zwar keine neuen Features, dafür wieder neue, herausfordernde Rätsel und wer Denkaufgaben in einer super verpackten Geschichte spannend findet, darf hier ruhig zugreifen. Für Fans ein Muss, denn das Spiel fehlt euch mit Sicherheit noch in der Layton-Sammlung!