Hands On: Battlefield Bad Company Demo

Hands On: Battlefield Bad Company Demo

6. Juni 2008 - 20:37 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wie gestern berichtet wurde die Battlefield Bad Company Demo released. Ich bin natürlich gleich mit meiner PS3 unterm Arm zu meinem Zweitwohnsitz nach Österreich gefahren  und habe dort die Demo aus dem PSN Store geladen. Zurück in Deutschland (puh, war das anstrengend :D) habe ich dann den restlichen Abend mit ausführlichem Zocken der Demo verbracht. Hier meine Ersteindruck!

Der Download ging trotz der beachtlichen Größe von über 1,5 Gigabyte erstaunlich fix über die Bühne… das nervige Installieren der Demo (wann ändert Sony das?) überbrückte ich mit einem kühlen Getränk und wartete sehnsüchtig auf die 100% Fortschritt. Endlich!

You’re in Bad Company now!

Nach dem sehr stylischen EA/dice Intro Teaser überraschte mich das Hauptmenü mit einer schönen Menüführung und super Musik, die in einem für Battlefield doch sehr ungewohnten Swing Style glasklar aus der Anlage kam. Verliebt in die Klänge wählte ich zuerst die Solokampange aus. Battlefield mit einem Singleplayer? Das ging mit dem letzten Battlefield Konsolen Ableger und seiner Pseudokampange deutlich in die Hose.

Der eigene Charakter wird als Greenhorn eingeführt, stört mich nicht, die Sprüche der Kollegen und die ungewohnt gute Synchro haben mir sehr gut gefallen. Nach kurzer Einführung (in Spielgrafik) konnte ich nun selber Hand anlegen… vorab hat man ja schon viel gehört über die zerstörbare Umgebung. Daher konnte ich es auch gar nicht abwarten gleich mal mit dem MG auf den naheliegenden Schuppen draufzuhalten – ratatatatat – hmm, nix? Sekundärfeuer, Granatenwerfer und Feuer! BUMM. Ja das gefiel mir schon besser, zwei Bäume hats auch gleich mitzerlegt  Ihr hättet mein zufriedenes Grinsen sehen sollen  Da kommt dieser Smiley nicht im entferntesten dran, hehe.

Im Verlauf der Mission war es ja nur eine Frage der Zeit bis ich auf feindlichen Widerstand stossen würde. Zuerst hatte ich meinen Trupp mit einem Vehikel transportiert. Verschiedene Kameraperspektiven machen garantiert jeden glücklich, ich habe mich für die “Cockpit-Perspektive” entschieden – sehr atmosphärisch. Ahja.. der kleine Vorposten der gegnerischen Soldaten war schnell eliminiert… ich musste da leider nicht sehr viel machen. Meine Kameraden haben das sehr fix erledigt, teils schon vom Wagengeschütz aus.

Die nächste Begegnung mit den vermeintlichen russischen Soldaten zeigte aber die ganze Stärke der Physikengine. Wie gewohnt aus anderen Shootern versteckte ich mich hinter einer Häuserwand… nur blieb die da leider nicht lange und schwupps hatte ich die Hälfte meiner Lebensenergie verloren und alles um mich herum wurde unscharf. Was für ein Glück, dass mir zuvor gezeigt wurde wie man sich heilt (mit einer Art Spritze die man sich selber in den Brustkorb rammt und unendlich oft zur Verfügung steht).

Intensive Feuergefechte
Leute, ungelogen der Mund blieb mir während dem Gefecht permanent offen – soviel Action habe ich zuletzt bei Call of Duty 4 erlebt, dort waren Einstürze etc aber gescriptet… ihr könnt wirklich alles wegputzen was euch im Wege steht, von einem einfachen Zaun, bis hin zum kompletten Haus. Alles lässt sich fein säuberlich zerlegen. Sehr genial und ich weiss jetzt schon das ich es in anderen Spielen vermissen werde! Grafisch hinterliess Bad Company nicht ganz den Hochgenuss von COD4 – aber im Hinblick der Möglichkeiten der Zerstörung kann ich das ganz gut verschmerzen.
Schwer fand ich die Demo schon, das lag aber daran das man sich erstmal ganz schön umgewöhnen muss. Wie bereits erwähnt – einfach mal eben so in Deckung gehen ist nicht! In Bewegung bleiben ist nicht verkehrt und so fühlte ich mich etwas gehetzt und aus der Reserve gelockt. An einem stationären MG-Geschütz konnte ich dann auch schön sämtliche Bäume “fällen”. Häuser stürzen zwar nie komplett ein, aber man kann sie schon ordentlich demolieren.

Eindrucksvoll war auch das “ruf-russische-Artillerie” Fernbedienungstool – kennt man z.B. aus BF 2 – nur das man hier keinen Commander braucht um eine Götterdämmerung über ein Gebiet seiner Wahl zu schicken – danach steht garantiert kein Baum oder Haus mehr.

Das Solospiel war für Battlefield Verhältnisse extrem gut. Schöne und witzige Zwischenszenen, die das Spielgeschehen auflockern (mein Squad mitten in einem Blümchenmeer, während alles um sie herum zerschossen wird) und eine Story die sich anscheinend nicht sehr ernst nimmt. Gefällt mir. Will mehr.

Multiplayer

Das eigentliche Kernstück, den Multiplayer Modus, konnte ich nur so halb halb antesten – der Run auf die Server war wohl zu groß, jedenfalls bekam ich nur einmal eine Verbindung zu einem Server. Der Spielmodus wurde durch ein kurzes Video eingeleitet, da der Krieg vorbei ist will jeder Gold… das eine Team beschützt die Kisten, das andere muss sie kaputt machen… ähja.. vollmundig als neuer Gold Rush Spielmodus angekündigt, erinnerte das Erlebnis eher an ein etwas modifiziertes Capture the Flag… Mit der Aussage bin ich noch etwas vorsichtig, konnte leider nur ca. 20min geniessen.
Fazit
Nun, nach der Demo kann ich den Release kaum noch abwarten – jeder der eine Xbox360 oder PS3 sein Eigen nennt, sollte definitiv den Download auf sich nehmen – schade nur das die Demo in den deutschen Online-Stores nicht erhältlich ist…