Denkspaß mit Q.U.B.E.

Denkspaß mit Q.U.B.E.

18. Januar 2012 - 16:38 Uhr geschrieben von Shinsei

Du wachst in einer weißen Zelle auf, versuchst die Augen zu öffnen, doch bist zu schwach um aufzustehen. Du siehst, dass sich alles um dich herum bewegt. Nach kurzer Zeit hast du genug Kraft um aufzustehen und siehst einen weißen, sterilen Raum, neun Blöcke sind grau und der erste leuchtet auf. Du gehst durch eine Öffnung, die sich vor dir offenbahrt und ein kleines rotes Rechteck befindet sich vor dir. Du weißt zwar nicht, wie du dahin gekommen bist und ob du jemals rauskommst, aber du weißt, dass dieses rote Rechteck nicht zufällig da ist.

 Am 6. Januar diesen Jahres erschien Q.U.B.E. und hat schon mehr als 12.000 Spieler zum Nachdenken gebracht. Escape the room ist die Devise und ein bisschen vom Film The Cube hat es auch etwas; man landet immer wieder im ersten Raum mit den grauen Blöcken die aufleuchten; sobald man eine Stage absolviert hat, leuchtet das nächste Kästchen auf. Q.U.B.E. steht für Quick Understanding of Block Extrusion, was die Essenz des Spiels gut zusammenfasst. Bewaffnet mit einem Paar hübscher Handschuhe lassen sich rote Blöcke aus- und einfahren, blaue Blöcke sind Sprungblöcke, gelbe Blöcke können Treppen bilden und dann gibt es da noch die Sache mit dem einfärben; in manchen Levels geht es darum, farblose Kugeln ‚einzufärben‘ und sie in den dazugehörigen Bereich zu bringen. Knifflig wird es, wenn man Farben mischen muss und dann noch das richtige Loch treffen muss. Dann kann man noch Teile des Raums drehen und sich so zum Ausgang der Stage befördern. Das ist aber nicht alles, was Q.U.B.E. zu bieten hat, aber Ich will nicht den ganzen Spaß vorwegnehmen!

Q.U.B.E. ist ein interessantes Spiel, was sehr schnell an Portal erinnert: sehr sterile Testumgebung, man hat keinerlei Erinnerung und man weiß auch nicht so recht, warum man durch diese Räume muss. Basierend auf der Unreal Engine, ist das Spiel grafisch nicht der Oberhammer, weil es im großen und ganzen doch etwas karg an Texturen ist (alles ist glatt und glänzend), dennoch brilliert es durch die guten Rätsel die alle in der Ego-Perspektive gemeistert werden wollen. Durch die sehr einfache und sich wiederholenden Elemente ist das Spiel winzig, grade mal 780 MB umfasst der installierte Spieleordner. Die intuitive Steuerung mit der rechten und linken Maustaste (links: ausfahren, rechts: einfahren) ist schnell begriffen und verinnerlicht. Die Spielmechanik ist schnell erkannt und nach ca. 10 Minuten ist man voll drin.

Was mich ein wenig gestört hat (genau wie in Portal 1 und allen möglichen Flash-Games (Escape the Room Teil 1 bis 471 ;P ) man ist doch etwas einsam. Keine treibende Hintergrundmusik, kein Mitstreiter und nichtmal Ansagen oder Hinweise.