Hands On: Yakuza 3

Hands On: Yakuza 3

25. Januar 2010 - 13:40 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Was bewegt ein GamerGirl dazu in die Rolle eines tätowierten, ernst drein blickenden und sich ständig prügelnden Ex-Yakuza schlüpfen zu wollen? Richtig, wenn er auch ein fürsorglicher, unglücklich verliebter Vater von vielen süßen Waisenkindern ist. Ich rede hier von Kazuma Kiryu aus Yakuza3, dem Action-Adventure Titel für die PS3.

Der in Japan schon seit einem Jahr erhältliche Titel erscheint nun doch in Europa und auf dem SEGA-Event gab es zu dem Titel eine kurze Einführung. Leider durften wir noch nicht selbst den Controller in die Hand nehmen, aber einen kurzen Eindruck könnt ihr trotzdem bekommen.

Story
Der dritte Teil der Yakuza Serie schließt an der Story des zweiten Teils an. Kazuma Kiryu hat immer noch nicht den Dreh raus, seiner schönen Angebeteten den Hof zu machen und zieht sich mit seinen Waisenkindern zurück, um in Okinawa ein ruhiges und idyllisches Leben zu führen.

Das friedliche Zusammensein wird jedoch von einigen Ereignissen gestört und Kazuma muss sich seiner Vergangenheit stellen, von der er gehofft hatte sie hinter sich gelassen zu haben. Es gilt im Spiel die geliebten Menschen und das Grundstück des Waisenhauses zu beschützen.

Eindruck
Was zuerst wie GTA TokyoCity aussieht, ist vielmehr ein eigenständiger, in sich geschlossener, linearer Plot mit etwas Bewegungsfreiraum und viel Prügel. Der Spieler hat nicht die Wahl zwischen Familienvater oder Ober-Moppel der Yakuza (und wer würde von alleine schon den Weg des Familienvaters gehen, wenn er stattdessen reich und gefürchtet sein kann^^), sondern Kazuma versucht wirklich nur sein idyllisches Leben vor jeglichen Unannehmlichkeiten zu schützen.

So zeigt das Spiel zuerst die Geschehnisse im Waisenhaus und stellt liebevoll die Charaktere vor. Als Kazuma muss man zuerst die kleinen Probleme in der Familie meistern, bevor man sich der Unterwelt der Yakuza stellt. Aber niemand muss Angst haben, die Action sei zu kurz geraten. Zu den harten Prügelszenen kommt man früh genug.

Zwischen den recht langen Dialogen hat der Spieler auch noch die Möglichkeit die Stadt zu erkunden. Wer abschalten will vergnügt sich an den Minispielen wie Golf, Angeln, Dart und Bowling. An vielen Orten trifft man NPCs, die Missionen verteilen, welche oft in einer deftigen Prügelszene enden. Drei Gegner gleichzeitig sind keine Ausnahme und die Möglichkeiten im Kampf Gegenstände, Kombos und Spezialattacken einzusetzen sind da. So wird mal schnell aus einem nicht angeketteten Fahrrad eine Wurfwaffe und eine Bierflasche der neue Kampfknüppel.

Besonders gut gelungen ist die Atmosphäre des fremden Landes. Die Umgebung ist sehr detailliert ausgearbeitet und wirkt sehr authentisch. Was wohl auch daran liegt, dass es keine englische Sprachversion gibt und man sich mit Untertiteln vergnügen muss.

Trotz aller Gerüchte- nein, es wird KEINE englische Sprachversion geben. Yakuza 3 verspricht ein sehr unterhaltsamer Titel zu werden, der grafisch zwar schöner ausgearbeitet wurde als GTA IV, aber dafür einen nicht so großen Umfang besitzt.