Fantastic Five Tour Event 2008 – Prince of Persia

Fantastic Five Tour Event 2008 – Prince of Persia

16. Oktober 2008 - 15:06 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Wenn ich meine Ziege wiederfinden würde mit dem ganzen Gold… viele Frauen, Wein, ein tolles Leben! Stattdessen bin ich hier und… Also gut, was machen wir jetzt?” Der Blick des heruntergekommenen Mannes wandert über die Ruine, aus der er gerade Hals über Kopf flüchtete bevor diese ihn lebendig begraben konnte. Die magisch begabte Prinzessin Elika war aber schon unten an den Treppen angekommen und hatte längst nicht mehr zugehört…

Ich befinde mich zu diesem Zeitpunkt in einem leicht abgedunkelten Raum, welcher ganz im orientalischen Märchenstil eingerichtet ist. Ich selbst hatte mich die letzten Minuten vor den kleineren Bildschirm an der PS3 gesetzt und fleißig den kommenden Prince Of Persia angespielt. Hm, waren es wirklich nur ein paar Minuten die mich das Spiel gefesselt hatten?

Zugegeben, beim beobachten Anderer die das Spiel gezockt haben wirkte alles etwas unübersichtlich und stellenweise Trist. Aber nachdem ich die ersten Schritte in der Wüste machen durfte, war das Bild von Prince Of Persia nicht so schlecht wie ich erst annahm.

Das Spiel überzeugt zu Beginn mit einer vernünftigen Erklärung der Moves und natürlich einer Storyeinleitung die mich – dank der Sprüche des Noch-Nicht-Prinzen – immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat, aber vielleicht mag ich diese Kombination aus Schurke und Gentleman einfach.

Er hat doch nur seine Ziege gesucht…
…und rasselt promt in eine Verfolgungsjagd hinein. Vermummte Lanzenträger die eine junge Frau mit magischen Kräften verfolgen. Ungeniert nimmt unser Held (?) sie in Schutz und darf sich alsbald mit den ersten menschlichen Gegnern auseinandersetzen. Diese Kämpfe sind noch recht einfach zu handhaben, außerdem fliehen die Feiglinge bevor es wirklich unschön wird.

Dann erfährt man noch, dass es sich bei der hübschen Dame um eine Prinzessin handelt die auf den Namen Elika hört. Fast vergisst der Mann, welcher mehr wie ein orientalischer Bandit aussieht als wie ein Prinz, dass seine Ziege ja mit seinem Schatz rumläuft.

Bis hierhin durfte man bereits gebrauch der Klaue an seiner Hand machen, um damit Felswände entlang zu laufen, den Säbel zücken um Gegner in die Flucht zu schlagen und die Akrobatik des jungen Mannes bestaunen. Leider ist der Gute nicht der schnellste und an einigen Stellen – besonders im Kampfgeschehen – merkt man wie träge er ist, ob das daran liegt das Muskeln mehr wiegen als Fett?

Aber es wird ja erst interessant: Die Flucht führt die Zwei in einen Tempel, gerade hört man noch von dem Helden “Wie kannst du nur einen Baum verehren?”, da bleibt einem selbst fast die Spucke weg. Grafisch wirkt eine Ruine wie die Andere, abe solche speziellen Orte wie der Tempel sind sehr schön gestaltet und man fühlt sich kurzzeitig wieder in eine Märchenwelt versetzt.

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Die Aufgabe
Die treibende Kraft ist eine schwarze Masse, welche nicht nur den Tempel zum einstürzen bringt, sondern auch unbedingt aufgehalten werden muss. Schattenkreaturen versperren den Weg nach draußen und hier wird man auf jeden Fall gefordert. Wem die Sprungeinlagen noch immer nicht schwer genug sind, der darf sich nun hier die Zähne ausbeißen.

Zum Glück kann man nicht sterben – Elika rettet einen immer wieder kurz vorm endgültigen Tode – sonst hätte ich sicher nach dem ersten Kampf mit so einer Schattenkreatur frustriert den Kontroller weggelegt. Selbst die magische Hilfe im Kampf von Elika ist hier nur eine Hilfe, wenn man sie richtig einsetzt – sinnloses Button-Smashing bringt hier nicht viel.

Es ist eben kein Action-RPG in dem man Hack & Slay betreibt: der Prinz ist langsam, die Angriffe sollten mit Bedacht und Strategie gewählt werden. Ausweichen kann man dem Kampf auch nicht. Aber nach etwas Eingewöhnung ist auch diese Herausforderung machbar.

Die fragwürdige Karte
Um wieder an den Anfang des Artikels zu erinnern: Elika und der Typ ohne Namen (hat er ihn wirklich nicht genannt? Ich bin verwirrt) sind gerade einem schwarzen Dunkel entkomme, welches die tapfere Prinzessin nun aufhalten will. Dazu muss das Land befreit werden, denn dieses ist so geschaffen worden, dass das gerade befreite Böse wieder gebannt werden kann.

Dazu gibt es vor dem Tempel eine Karte, die auf den Boden gemalt ist. Jeder Bereich ist markiert und der Spieler kann auf der identisch aussehenden Weltkarte das nächste Ziel anwählen. Elika zeigt einem dann per Knopfdruck den Weg… welcher Weg? Ich sah zwar ein rundes, scheibenartiges Gebilde über mir…erm, dem Prinzen – anfangen konnte ich damit aber nichts. Nach 10 Minuten umherlaufen und herumtesten hatte ich dann keine Lust mehr.
An der knappen Erklärung zur Karte muss wohl noch gefeilt werden, ich hab’s einfach nicht verstanden<.< Schade, eigentlich hätte ich gerne noch mehr gesehen. Leicht frustriert bin ich dann weiter durch die Fantastic Five Tour 2008 von Ubisoft getigert und habe erstmal erfahren das ich mich knapp eine Stunde im Raum von Prince of Persia aufgehalten hatte – das zum Thema nur ein paar Minuten *hust*