Hands On: Mass Effect 2

Hands On: Mass Effect 2

27. Januar 2010 - 14:00 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Am 28.01. ist es endlich soweit: Der zweite Teil der Mass Effect Trilogie erscheint für PC und Xbox 360. Bioware verspricht noch mehr Action als im ersten Teil. Auf dem Launch Event in Berlin konnte ich das Sciencefiction-RPG anspielen. Und ich verspreche euch, Mass Effect 2 ist nichts für schwache Nerven.

(Bilder vom Event findet ihr zudem in unserer Galerie!)

Die Story
Die Existenz der Menschheit steht mal wieder auf dem Spiel. Ganze Kolonien verschwinden spurlos. Ein Fall für Commander Shepard! Zwei Jahre zuvor hat er die Invasion der Reaper zurückgeschlagen. Seine neue Mission grenzt an Selbstmord. Darum durchkämmt ihr erstmal das All, um die härtesten Killer der Galaxis zu rekrutieren. Nur die Besten kommen in Frage.

Habt ihr den ersten Teil durchgespielt? Dann importiert einfach den Spielstand und setzt die Geschichte eures Commander Shepards fort. Ihr werdet auf alte Bekannte treffen. Trotzdem ist die Story eigenständig. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann problemlos in Mass Effect 2 einsteigen.
 

Commander, Sie leben?!
Mit dieser Frage wird Shepard oft begrüßt. Kein Wunder. Das Spiel beginnt dramatisch. Shepards Schiff wird angegriffen. Der rote Alarm treibt meinen Puls in die Höhe. Der Crew bleibt nur die Evakuierung. Ich kann noch Joker, den Piloten, retten. Doch Shepard selbst wird ins All hinausgeschleudert und verschwindet erstmal von der Bildfläche.

Shepard ist tot? Von wegen. Die Cerberus-Organisation hat den Commander aufgelesen und zusammengeflickt, weil auch ihnen die Rettung der Menschheit am Herzen liegt. Cerberus ist allerdings eine ziemlich finstere Truppe. Trotzdem, danke. Sie haben mich fit gemacht und die paar Narben im Gesicht stehen mir wirklich gut.

Als ich zu mir komme, dröhnen schon wieder Sirenen. Eindringlinge. Die nächste Knarre ist zum Glück nicht weit. Sobald ich sie in der Hand halte, werden alte Ängste wach. Wenn mich die Shooter-Panik packt, dann ballere ich gerne wahllos in die Runde. Keine gute Idee bei Mass Effect 2. Die Munition ist diesmal begrenzt. Gut, dass mir in einem kurzen Tutorial erklärt wird, wie ich schnell in Deckung gehen kann. Ich schlucke die Angst runter und konzentriere mich aufs Zielen. Klappt hervorragend. Die überarbeitete Steuerung liegt mir. Mein Shepard soll ein eiskalter Killer sein. Zugegeben, das ist er auch deshalb, weil ich den ersten von fünf Schwierigkeitsgraden gewählt habe. Die Skala reicht von „Leicht“ bis „Wahnsinn“. Wie wahnsinnig seid ihr?

Neue Gefährten
Nach dem ersten Kugelhagel lerne ich Jakob kennen. Ein netter Kerl. Wir unterhalten uns über das Dialog-System. Das ist mein Lieblings-Feature: In den Dialogen bestimmt ihr selbst, welchen Ton Shepard anschlägt. Ist er eher der charmante Typ oder ein harter Hund? Überlegt es euch gut, denn nicht alle Charaktere werden so entspannt sein wie Jakob, der sich Shepard als erster anschließt. Subject Zero zum Beispiel gilt als unberechenbare Psychopathin, die aus purer Lust tötet. Für jedes Opfer lässt sie sich eine Tätowierung machen. Viel freie Haut bleibt ihr nicht mehr. Diese Killerin will ich unbedingt in meiner Truppe haben.

Eindruck
Mass Effect 2 wirkt riesig. Euch erwartet eine epische Mischung aus Shooter und Rollenspiel. Der Sound geht unter die Haut und die Einspieler lassen Kinogefühl aufkommen. Die Action wird angeheizt durch neue Kampftechniken und ein erweitertes Waffenarsenal. Ihr könnt das All frei erkunden und in zahlreiche Nebenmissionen starten. Nachteil der großen Bewegungsfreiheit sind lange Laufwege und viele stumme Statisten. Überlegt eure Schritte, denn jede Entscheidung, die ihr trefft, wirkt sich auf die Story aus. Nehmt es mit der größten Bedrohung der Menschheit auf! Starke Nerven und Zeit solltet ihr allerdings mitbringen.