Prototype

Prototype

7. Mai 2009 - 17:00 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Du wachst auf und weißt nicht wer du bist. Ein Alptraum…doch was ist, wenn direkt vor deiner Haustür ein Virus tobt und Militär und Mutanten sich erbitterte Gefechte liefern? Natürlich rausgehen und vehement seine verlorene Identität suchen gehen ;). Alex Mercer zeigt uns ab Juni in dem neuen Spiel von Radical Entertainment wie das Ganze vielleicht aussehen könnte.

New York City erbebt unter dem Gefecht von Mensch und Bestie, mittendrin unser Protagonist. Schnell wird klar, dass die Suche nach dem eigenem „Ich“ auch ein Kampf um das nackte Überleben ist. Ganze Straßenzüge werden entweder vom Militär oder den Mutanten beherrscht.
Die „Black Watch“ ist eine Spezialeinheit, die in New York dafür sorgen soll die Infektion einzudämmen. Und hier beginnt auch das Problem, denn Alex ist ein Gestaltwandler, ein Infizierter. Wer also ist Freund oder Feind? Klar ist so viel: in einem geheimen Projekt wurde er zu dem gemacht, was er heute ist. Aber warum?

Der Wissensdurst unseres Protagonisten erweist sich für ihn nicht immer als ganz hilfreich und man fragt sich bisweilen, ob er selbst für sich nicht die größte Gefahr ist.
Die Stadt liegt mehr oder minder offen vor einem und Alex weiß doch durchaus sich darin zurecht zu finden. In guter „Assassin’s Creed“ Manier werden hohe Mauern leitfüßig erklommen und Gebäudekluften elegant mit einem Sprung bezwungen.

Aber unser Held in Sweatshirt-Jacke kann natürlich noch mehr als sich nur galant durch seine Umgebung zu bewegen. Seine Hände können zu messerscharfen Klauen werden, einer einzigen großen Klinge, Hammerfäusten, Peitschenarmen oder einem robusten organischem Schutzschild. Laut des Studios soll es jedoch unmöglich sein im ersten Durchgang alle mehrstufigen Upgrades für Alex zu erhalten. Das Spiel hat also durchaus einen längerfristigen Charakter ;).

Dem geneigten Leser/rin sollte an dieser Stelle jedoch noch eine Frage unbeantwortet sein: Warum eigentlich Gestaltwandler? Hier für mich das Interessanteste am Spiel: Alex kann die Gestallt seiner getöteten Gegner annehmen und kann damit für mehr als nur ein wenig Verwirrung sorgen. Beispielsweise kann er sich als Soldat ausgeben und andere seiner Einheit bezichtigen Alex Mercer zu sein.

Der Gestaltwandel ist jedoch auch für den Storyverlauf der Geschichte sehr prägend. Die Erzählweise ist sehr dadurch sehr ungewöhnlich und interessant gestaltet, dass Alex seine Erinnerungen in 150 (!) kurzen Erinnerungsphrasen wiedererhält, wenn er sie seinen toten Opfern aussaugt.

Spätestens hier wird klar: Prototype ist ein Spiel mit einem hohen Gewaltpotential. Zu hoch vielleicht für Deutschland? Ich würde es schade finden, denn die Story schein intelligent aufgezogen zu sein und das Gameplay durch die vielen verschiedenen Upgrades doch recht vielseitig.

Uns bleibt also nur zu hoffen und abzuwarten bis Juni…bis dahin, viel Spaß beim Trailer.