Darksiders

Darksiders

4. Februar 2010 - 13:20 Uhr geschrieben von Dai-Lee

Die Apokalypse hat begonnen. Die Armeen des Himmels und der Hölle lassen die Welt in Chaos versinken. Verwüstung wo man nur hinschaut. Mittendrin einer der vier Reiter der Apokalypse, Krieg. THQ fährt in seinem Game Darksiders ein gewaltiges Endzeitszenario auf, das zu überzeugen weiß? Ich habe das Game mal für euch angetestet und für euch etwas genauer hingeschaut. 

Die Story
Dämonen und Engel haben einen erbitterten Krieg begonnen und damit die Welt an den Rand des Untergangs gedrängt. Ihr schlüpft in die Rolle eines der vier Reiter der Apokalypse, Krieg. Krieg folgt dem Ruf, der gebrochenen sieben Siegel und schmeißt sich zwischen die Fronten. Seine Aufgabe ist es den Weltuntergang aufzuhalten und das Gleichgewicht zwischen dem Königreich des Himmels, der Hölle und der Menschen wiederherzustellen. 

Doch eine Verschwörung ist im Gange und Krieg fällt in Ungnade. Er muss sich vor dem Rat rechtfertigen, der ihn beschuldigt den Weltuntergang heraufbeschworen zu haben. Krieg ist sich jedoch keiner Schuld bewusst und handelt aus, dass man ihn den Übeltäter „den Zerstörer“  finden und eliminieren lässt.
 Man nimmt dem Reiter sein Pferd Ruin, seine Kräfte und setzt ihm einen Beobachter an die Seite, der überwachen soll, dass er auch wirklich die Aufgabe des Rates befolgt. So macht sich Krieg also auf den Weg seine Ehre wieder rein zu waschen und den wahren Schuldigen zu finden.
Doch die Welt hat sich sehr verändert in den 100 Jahren, die Krieg beim Rat verloren hat. Das dritte Königreich, die Menschen sind untergegangen und alles liegt in Schutt und Asche dar.
 

Das Kampfsystem
Das Kampfsystem bei Darksiders ist denkbar einfach, wie bei einem Hack&Slay zu erwarten.  Bei der Xbox 360 Variante des Spiels müsst ihr für einen Angriff nur den X-Button drücken und staunen welche Zerstörung die Klinge Chaosfresser hinterlässt. Mit dem B-Button könnt ihr dann Finishing-Moves einsetzen. Auch wenn das Ganze hier sehr monoton klingt, macht es trotzdem einen unglaublichen Spaß, gerade weil man so gut wie die ganze Umgebung in Kleinholzverwandeln kann.

Gib mir Seelen!
Und da sind wir auch schon bei dem nächsten wichtigen Punkt angelangt.  Seelen sind für euch als Spielerin unglaublich wichtig, denn sie sind die wichtigsten Items im Spiel. Blaue Seelen dienen als Zahlungsmittel um Dämonen zu bestechen oder ihnen Gegenstände und verlorene Fähigkeiten abzukaufen. Mit grünen Seelen könnt ihr eure Lebensenergie auffrischen, was im Spiel immer dann besonders einfach ist, wenn schwache Gegner in der Nähe sind. Diese könnt ihr einfach zerquetschen und erhaltet dafür grüne Seelen. Gelbe Seelen dienen dazu eure Waffen zu verbessern.
Seelen findet ihr in Truhen, in dem ihr eure Umgebung kurz und klein haut und natürlich auch für das Erledigen von Gegnern.

Tempel, welches Geheimnis birgst du?
Im Laufe des Games prügelt und hackt ihr euch von  Tempel  zu Tempel. In jedem Tempel warten viele recht einfach Rätsel zum Schluss aber auch recht anspruchsvolle Rätsel auf euch.  Jeder beendete Tempel wird ähnlich wie bei Zelda mit einer neuen Waffe belohnt wie zum Beispiel  einem Wurfhaken, einem Klingenbumerang  oder einem Handschuh genannt „Leerläufer“.  Was aber wäre ein Reiter ohne sein Pferd? So viel sei an dieser Stelle verraten: ihr werdet Ruin noch zurück bekommen.  

Der Look
Das Spiel hat einen sehr eigenen, sehr coolen Look entwickelt. Die Comic-Grafik überzeichnet die Charaktere zwar maßlos, aber bei einem Reiter der Apokalypse darf man das auch mal ;). Die einzelnen Abschnitte des Spiels sind detailreich gestaltet und entwickeln jeweils ihre ganz eigene Atmosphäre.

Kennen wir das nicht schon?
Eines muss man leider zu Darksiders sagen: es erfindet das Genre nicht gerade neu. Im Gegenteil ist es bei dem Game vielmehr so, dass es geschickt bei erfolgreichen Spielen abkupfert und ein Mal gut durchrührt. Man hat das Gefühl die Entwickler haben eine Menge God of War genommen, noch etwas Zelda dazugegeben und eine winzige Prise Prince of Persia an einiges Stellen, habe  alles gut vermengt und es dann Draksiders genannt.

Fazit
Darksiders, nur schlecht kopiert? Definitiv nein! Das Spiel erfindet das Rad nicht neu, wie man so schön sagt, aber es macht trotzdem einen unglaublichen Spaß. Auch wenn einem vieles sehr bekannt vorkommt, ist die Mischung gut gelungen und man schnätzelt sich gerne durch Heere von Dämonen und Engeln. Wer es also nicht mehr erwarten kann bis God of War III endlich in die Läden kommt oder Bayonetta einfach zu irre ist, der wird mit Darksiders seinen Spaß haben.