Dementium – Die Anstalt

Dementium – Die Anstalt

8. Februar 2010 - 15:30 Uhr geschrieben von

Schon mal im einen Krankenhaus erwacht, ohne überhaupt zu wissen, was, wie, wer, wo, und überhaupt? Genau das passiert dem Protagonisten des Spiels Dementium, ein Horror Egoshooter, der das noch kleine Erwachsenen-Sortiment für NDS nicht nur erweitert.

Wenn man dem großen Internethändler, der mit „A“ beginnt, glauben darf so zählt die Auswahl an 18er Games gerade mal 7 Stück (Doppelte & UK-Importe nicht mitgezählt). Unter diesen sieben befindet sich ein Spiel, dass ich als echtes Kleinod bezeichnen würde. Ein wirklich feiner und schön-schauriger Egoshooter, der aus diesem „Mini-Sortiment“ dennoch schier herausstrahlt. Dabei erschien Dementium im Jahre 2009 gleich in zwei Ausführungen, zwei Verpackungsausführungen. Die erste war blutrot und sonst nichts, die zweite Auflage aus dem Juli vergangenen Jahres zeigt ein verschwommenes Gesicht auf schwarzem Hintergrund. Wohl um auch mehr auf den „Horror“ Aspekt einzugehen. Eine nur rote Verpackung hätte auch ein Spiel zur Interpretation moderner Kunst sein können.


Horror pur!

Wie dem auch sei, jedenfalls stellt sich der Ego-Shooter der Aufgabe, die Möglichkeiten des NDS für sich zu nutzen. Stylus und Steuerkreuz zu kombinieren, stelle ich mir ziemlich schwierig vor, sodass ich sagen muss, die Entwickler haben gute Arbeit geleistet. Die beiden Steuerungen greifen gut ineinander. Mit dem Kreuz bewegt man die Figur durch den Raum, mit dem Stylus schwenkt man die Kamera und führt Aktionen aus.

Es gibt zwar keine verschiedenen Schwierigkeitgrade zur Auswahl, dafür ist der Standard auch und gerade für Einsteiger sehr fair! Leute, die auch auf dem DS schon als Shooter-Experten gelten, werden müde lächeln und das Game als „zu easy-peasy“ wieder ins Regal stellen. Aber ich bin absolut zufrieden damit und hoffe auch für den Nachfolger, dass er entweder verschiedene Schwierigkeiten anbietet oder weiterhin einsteigerfreundlich bleibt.

Wie alles beginnt…
Da die Story recht schnell erzählt ist, verwende ich hier nur zwei Sätze drauf. Es beginnt damit, dass man (ich muss schon sagen „mal wieder“!) in einer Introsequenz in ein Krankenhaus hineingefahren wird – angeschnallt an einen Rollstuhl und dort mit nichts weniger als einem fetten, roten Fragezeichen über dem Kopf auf dem Zimmer sitzt. Was ich dort will, warum ich überhaupt dahin gekommen bin – ich weiß das nach einer langen Spielsession immer noch nicht! – und vor allem: wie komme ich hier wieder raus? Das ist gleichzeitig auch („mal wieder“) das Ziel des Spiels: Einfach raus, auf Biegen und Brechen! Geistererscheinungen von kleinen, blondierten Gruselmädchen dürfen auch nicht fehlen. So weit, so bekannt aus vielen anderen Games davor auch schon.

Die Atmosphäre
Aber so altbacken das auch sein mag, es zieht mich trotzdem an. Ich mag die Atmosphäre von runtergekommen, beklemmenden Krankenhäusern, mit Blutspritzern und Schreien überall. Und Zombies! Viele, schöne Zombies, deren Schwachpunkt diesmal nicht der Kopf, sondern das Herz im geöffneten Brustkorb.


Fazit

Ansonsten, wer sich für den DS einen schönen Horror Ego-Shooter zulegen möchte oder der wie ich immer wieder in die Nähe von Grusel und Schauer gezogen wird, dem sei Dementium wärmestens empfohlen. Um ehrlich zu sein: Ich hab mir das Spiel vor allem wegen des Namens zugelegt ;)